Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1955
- Provenienz
- Nachlass/Vermächtnis: Nachlass Paul Wilhelm, Dresden,
1971 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 38 x 54 cm
- Erwerbung
- 1971 Schenkung aus dem Nachlass des Künstlers, Dresden
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/959523
Objektbeschreibung
Das kleine Bild aus dem Nachlass des Künstlers besitzt Studiencharakter. Wie häufig bei Winterdarstellungen standen Farbe und Licht im Zentrum der Beobachtung: Schattierungen von Braun, Blau und Weiß bestimmen das Bild, das abendliche Gelb-Rot des Himmels spiegelt sich im Wasser. „Und dann die zunehmende Vorliebe für das Wintermotiv. Nicht nur daß Frostatmosphäre und Tauwetter ihre Geheimnisse enthüllen – die Lößnitzhäuser […] ordnen sich als planimetrische Werte zu einer festgefügten Komposition.“ (Wolfgang Balzer, in: Bildende Kunst, Jg. 4, 1956, S. 257) Bei diesem Bild blicken wir von der Auffahrt des Jagdschlosses Moritzburg an den Torhäuschen vorbei auf die Stadt jenseits der hier schmalen Stelle des Schlossteichs. Der Maler gibt keine spektakuläre Ansicht des Schlosses, sondern die Alltagsansicht der abendlichen Heimkehrer: die Kuben der Häuser und das Filigran der Bäume, rechts im Vordergrund die kompakten Formen der Koniferen, links die Schlossallee mit der neubarocken Moritzburger Kirche von 1902 im Hintergrund. Ihr hoher Turm mit Seitentürmchen ist der Kontrapunkt zum Schlossareal. Wilhelm, obgleich viel gereist, blieb der Landschaft um Dresden lebenslang verbunden. Und als ehemaliger Meisterschüler von Gotthard Kuehl blieb er auch der Dresdner Malkultur treu. | Angelika Wesenberg
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
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