Magic Recall
Ident. Nr.: NG 37/72
ObjID: obj:959953
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1970
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Magic RecallMagische Erinnerung
- Material / Technik
- Acryl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 186 x 320 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/959953
Objektbeschreibung
„Magic Recall“ zählt zu den vielgestaltigen Streifenbildern, die Noland ab Ende der 1960er-Jahre schuf. Diese horizontal angelegten, seriell angelegten Werke verstand der Künstler als Teil seiner ebenso langfristigen wie tiefgreifenden Erkundung der Farbe – als Mittel, Medium und Element. Bereits in den 1950er-Jahren hatte sich der aus Asheville, North Carolina, stammende Noland begonnen, am nahe gelegenen Black Mountain College bei dem Lehrer Josef Albers mit dem Zusammenhang von Farbe und Form befasst. Um diese Zeit lernte er eine neue, von Helen Frankenthaler entwickelte Malmethode kennen, bei der die Farbe direkt auf eine ungrundierte Leinwand aufgebracht wird. Diese sogenannte Soak-Stain-Technik prägte seinen Umgang mit Farbe. In immer stärker reduzierten geometrischen Kompositionen, in denen Kreise, Ovale, Pfeile und Streifen dominieren, experimentierte er mit den Eigenschaften und der Wirkungskraft von Farben aus dem gesamten Spektrum. Hierzu setzte er unterschiedliche Techniken des Farbauftrags ein und variierte Form und Größe der auf dem Boden mit Pinsel, Rollbürste, Gummiwalze, Sprühpistole und Schwamm bearbeiteten Leinwände. Malerische Gesten versuchte er dabei so weit wie möglich zu minimieren. Während die frühen Streifenbilder bis zu dreißig Farbtöne aufweisen, ist die Palette ab 1967 – so auch in „Magic Recall“ mit seinen vorwiegend rötlichen und ockerfarbenen Bändern – meist erheblich reduziert. Die Wahrnehmung seiner Streifenbilder stellte sich Noland dynamisch vor, also durch eine Betrachtung in Bewegung. Es sei genauso wichtig, seine Farbfeldgemälde von Nahem wie aus der Distanz anzusehen – als wären sie Skulpturen. | Catherine Nichols
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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