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Badende

Ident. Nr.: NG 53/81

ObjID: obj:960290

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Renée Sintenis (1888 - 1965),
Künstler*in
Datierung
1917
Weitere Titel
Sammlungstitel: Badende
Übersetzung: Bather
Provenienz
im Besitz der Künstlerin,
390981
Nachlass/Vermächtnis: Magdalena Goldmann, Berlin,
1965–1981
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 9,7 x 16 x 6,6 cm (inkl. Sockel)
Erwerbung
1981 Vermächtnis Magdalena Goldmann, Berlin (West), aus dem Nachlass Renée Sintenis

Objektbeschreibung

Zwischen 1915 und 1917 schuf Sintenis verschiedene Frauenplastiken. Sie alle zeichnen sich durch die stilisierten Formen von Körper und Gesicht sowie eine glatte Oberfläche aus. Während einige der Figuren bei alltäglichen Handlungen dargestellt sind – sich die Strümpfe anziehen (WVZ Ladwig/Berger 008), baden (NG 53/81) oder die Haare trocknen (NG 55/81) –, zeigte die Künstlerin andere, wie die „Stehende“ von 1915 (NG 52/81, B 36), statuarisch in sich ruhend und vollkommen auf sich selbst bezogen. Doch auch dort, wo Sintenis Bewegung und Handlung wiedergibt, wirken die unbekleideten, etwas überlängten Frauenkörper eher statisch und seltsam entrückt. Es ging der Bildhauerin in ihren kleinformatigen Figuren nicht um die Darstellung individueller Personen, sondern vielmehr um die Visualisierung eines weiblichen Ideals, was sich auch in ihrem Verzicht auf physiognomische Details ausdrückt. | Maike Steinkamp

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Bogenschützen

Bogenschützen

Vier gespannte Bogen mit Pfeilen sind in dem nahezu abstrakt wirkenden Gemälde zu erkennen, auch die Körper der Bogenschützen und ihrer Pferde. Die Pfeile zielen auf ein Wildtier, das sich – offenbar schon getroffen, durchlöchert und blutend – auf dem Rücken wälzt. Wiederhold hat seine Bildidee in eine überbordende ornamentale Komposition übersetzt. Deren Farb- und Formfülle sowie das Motiv könnten ein ferner Reflex sein auf das 1909 entstandene „Bild mit Bogenschützen“ (The Museum of Modern Art, New York), das Wassily Kandinsky 1912 der Luxus- und Museumsausgabe des Almanachs „Der Blaue Reiter“ als handkolorierten Holzschnitt eingefügt hatte. In Wiederholds Gemälde verschmelzen Elemente von Futurismus, Orphismus, Art déco, russischer Folklore und Theater. Der als Ernst Walther Wiederhold geborene Künstler hatte 1924 ein Studium bei Cesar Klein in dessen Atelierklasse für dekorative Malerei und Bühnengestaltung an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin begonnen. Bereits im Juli 1925 erhielt er eine Einzelausstellung in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm. Stilistische Einflüsse für die „Bogenschützen“ dürften von im „Sturm“ vertretenen Künstlern ausgegangen sein, etwa von Robert Delaunay, Alexandra Exter, Michael Larionow oder der Werkstatt Hablik-Lindemann. Auch die theaterbezogenen Arbeiten von Léon Bakst, Fortunato Depero und Gino Severini hat Wiederhold vermutlich gekannt. Als durch den Nationalsozialismus die Verdienstmöglichkeiten für ihn entfielen, gab er sein künstlerisches Schaffen auf, ließ sich zum Buchhändler ausbilden und blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg bei diesem Beruf. | Dieter Scholz