Homme au chapeau / Portrait de Georges Braque
Ident. Nr.: NG MB 16/2000
ObjID: obj:960338
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Museum Berggruen
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1909/1910
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Homme au chapeau / Portrait de Georges BraqueMann mit Hut / Bildnis Georges BraqueÜbersetzung: Man with a Hat / Portrait of Georges Braque
- Geografische Bezüge
- Provenienz
- Earl Horter, Philadelphia,
spätestens 1929 - 15.5.1931Kauf: Frank Crowninshield, New York,
15.5.1931 - 20./21.10.1943Edward A. Bragaline, New York,
20./21.10.1943 - mindestens 1963Eugene V. Thaw, New York,
1985Kauf: Heinz Berggruen, Berlin/Paris,
1985–2000 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 61 x 50 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/960338
Objektbeschreibung
In diesem Bildnis ist Picasso, trotz einer nahe an die Unkenntlichkeit reichenden Zersplitterung des Gesichts in Diagonalen und durchbrochene Ellipsen, dem klassischen Porträt noch verhaftet geblieben: Die Silhouette des Mannes mit dem Kopf auf den von einem Bildrand zum anderen reichenden Schultern hebt sich räumlich deutlich von dem Bildhintergrund ab. Erst in den folgenden Männerporträts von Ambroise Vollard (Winter 1909/1910; Puschkin-Museum, Moskau), Wilhelm Uhde (Frühjahr 1910; Privatsammlung) und besonders Daniel-Henry Kahnweiler (Herbst 1910; The Art Institute of Chicago) gab Picasso die Schichtung des Bildraums in Vorder- und Hintergrund zugunsten einer Simultaneität von kleinsten Farbflächen (wie hier im Gesicht angedeutet) auf. Dem nach oben hin in die Länge gezogenen Schädel setzte er noch einen kleinen Melonenhut auf, was an die humorvollen Karikaturen seiner Jugend erinnert (vgl. „Studienblatt“, 1897, NG MB 1/2000). Georges Braques Vorliebe für diese Art Melonen („cronstadt“ auf Französisch), die er an Picasso und andere Freunde verteilte, führte dazu, den Mann auf dem Bild als Braque zu identifizieren und seinen Namen in den Titel aufzunehmen, wie es die legendäre Ausstellung „Cubism and Abstract Art“ 1936 im New Yorker Museum of Modern Art unter der Katalognummer 209 getan hatte. Picasso sagte später, er hätte das Porträt ohne Modell gemalt und es anschließend mit Braques Einverständnis zum Spaß als dessen Bildnis ausgegeben (zit. in: William Rubin, Picasso und Braque. Die Geburt des Kubismus, Ausst.-Kat., Basel, 1990, S. 50). | Gabriel Montua
Letzte Aktualisierung: 20.05.2026
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Museum Berggruen