Figur mit Streifen
Ident. Nr.: A IV 97a
ObjID: obj:960426
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1920
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Figur mit StreifenÜbersetzung: Figure with Stripes
- Provenienz
- Dr. Fritz Salo Glaser, Dresden,
1956Nachlass/Vermächtnis: Nachlass Dr. Fritz Glaser, Aga Glaser, Dresden,
1956–1966 - Material / Technik
- Öl, Gips, Papiermaché und Spachtelkitt auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 72,5 x 52,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/960426
Objektbeschreibung
Die „Mauerbilder“ Baumeisters korrespondieren mit der Idee einer Synthese der Künste, die das Bauhaus vertrat. Der Maler bekannte sich zu dieser geistigen Verwandtschaft, indem er sein Werk „Figur mit Streifen“ dem Bauhausgründer Walter Gropius widmete und auf der Rückseite mit dessen Maxime „Kunst ist Handwerk“ versah. Baumeisters Weg in die Abstraktion erfolgte maßgeblich durch eine Orientierung am internationalen Konstruktivismus und anschließend über die neue Architektur. Bei der 1922 in Stuttgart ausgerichteten Werkbund-Ausstellung waren drei „Mauerbilder“ direkt in die von Richard Döcker konzipierte Ausstellungsarchitektur eingelassen, wodurch die von Baumeister intendierte Verbindung von Kunst und Architektur explizit zum Ausdruck kam. Auch in der Werkbund-Ausstellung „Die Form“, die 1924 im Alten Bahnhof in Stuttgart stattfand, war ein „Mauerbild“ zu sehen. Außerdem konzipierte Baumeister die Ausstellungsbeschriftung, die Raumgestaltung und die Typografie der Drucksachen. Den Bauhausmeister Oskar Schlemmer, der von 1921 bis 1929 in Weimar und Dessau lehrte, hatte Baumeister bereits 1907 an der Stuttgarter Akademie kennengelernt, woraus eine enge Freundschaft entstanden war. Baumeisters „Mauerbilder“ sind zeitgleich geschaffenen Werken Schlemmers sehr nah, in denen dieser die menschliche Figur in geometrische Formen zerlegt und in ihrer Stellung im Raum untersucht hat. Auch Schlemmer arbeitete parallel zu Baumeister an einem Übergang von der flächigen Malerei zur plastischen Modellierung im vielfarbigen Relief (vgl. dessen „Relief JG I“, B II 22). | Irina Hiebert Grun
Letzte Aktualisierung: 09.01.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de