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Zwei liegende Hunde

Ident. Nr.: NG 28/81

ObjID: obj:960449

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Renée Sintenis (1888 - 1965),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1948
Weitere Titel
Sammlungstitel: Zwei liegende Hunde
Übersetzung: Two Lying Dogs
Provenienz
im Besitz der Künstlerin,
391053
Nachlass/Vermächtnis: Magdalena Goldmann, Berlin,
1965–1981
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 4,5 x 13,5 x 9 cm
Erwerbung
1981 Vermächtnis Magdalena Goldmann, Berlin (West), aus dem Nachlass Renée Sintenis

Objektbeschreibung

Seit 1948 lehrte Sintenis an der Hochschule für Bildende Künste in West-Berlin und wurde1955 zur ordentlichen Professorin ernannt. Studierende hatte sie nur wenige. Ihrem künstlerischen Stil und ihren Motiven blieb sie treu. So standen neben Pferden, wie schon vor 1945, immer wieder auch Hunde im Mittelpunkt ihres Schaffens. Zahlreiche Grafiken und Plastiken sind erhalten, die Hunde in besonderen Situationen oder bei typischen Bewegungen zeigen. Sintenis modellierte sie in wechselnden Lebensaltern und Stellungen: beim Männchen machen, schlafend, bellend, spielend, sich streckend oder sich kratzend. Der Terrier war dabei am häufigsten vertreten, denn die Künstlerin hatte selbst Zeit ihres Lebens verschiedene Hunde dieser Art als Weggefährten. | Maike Steinkamp

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Im Boot

Im Boot

Der 1928 zu Studienzwecken begonnene Aufenthalt in Paris sollte nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 zur politischen Emigration für Lingner werden. Als bekennender Kommunist – 1934 trat er der Kommunistischen Partei Frankreichs bei – war für ihn eine Rückkehr nach Deutschland ausgeschlossen. Schon in seiner Zeit in Weißenfels, einer Hauptstätte der chemischen Großindustrie, hatte Lingner angefangen, sich in seinen Bildern mit sozialen Themen auseinanderzusetzen. Diese griff er in Paris verstärkt wieder auf, nachdem er 1930 den Schriftsteller Henri Barbusse kennengelernt hatte, der ihn als Zeichner und Gestalter für die kommunistische Wochenzeitschrift „Monde“ engagierte. Nicht nur in seinen Pressezeichnungen, auch in seinen freien künstlerischen Arbeiten – wie „Im Boot“ (A III 232) oder „Bauarbeiter“ (A III 234) – widmete sich Lingner dem Alltag der Arbeiter in den Banlieues, den Vorstädten von Paris. Dabei stellte er in seinen Bildern sowohl die Freuden als auch die Anstrengung im täglichen Existenzkampf heraus. Die wiedergegebenen Figuren und ihre Umgebung sind ausdrucksstark modelliert, was durch eine kräftige Silhouette oder schwarze Umrisslinie unterstrichen wird. 1939 schrieb der ebenfalls im französischen Exil lebende Kunstkritiker Paul Westheim über Lingner: „Er hat angefangen das Pariser Volk, Arbeiter und Arbeiterinnen, darzustellen, wie sie sind und wie sie leben. Nicht nur so ‚Bilder mit sozialem Motiv‘, was eine Sache für sich ist, sondern den Pariser Arbeiter, wie er nun mal ist, wenn er aus der Tretmühle von Fabrik und Büro heraus ist und auch noch sein Leben lebt, das anders ist als das Leben auf den grands boulevards, aber nicht minder charakteristisch“ (Paul Westheim, Max-Lingner-Ausstellung, 1939, in: ders., Kunstkritik aus dem Exil, Hanau 1983, S. 242). | Maike Steinkamp

Laufender Mann

Laufender Mann

Dem „Laufenden Mann“ gingen mehrere Zeichnungen und ein Gipsmodell von 95 Zentimetern Höhe voraus (Georg Kolbe Museum, Berlin). Daraus wurde das überlebensgroße Gipsmodell entwickelt (nicht erhalten). Die vorliegende Bronze stellte die Berliner Gießerei Noack im Dezember 1937 fertig. Geschaffen worden war sie für das Luftgaukommando III an der Kronprinzenallee (heute Clayallee) in Berlin-Dahlem. Nach einem engeren Wettbewerb 1935 hatte der Architekt Fritz Fuß die Kasernengebäude errichtet. Die Kolbe-Bronze stand ab 1938 auf einer Rasenfläche vor dem Kasino im seitlichen Teil der Anlage. 1945 wurde die Dahlemer Kaserne zum Hauptquartier der USA in der Vier-Sektoren-Stadt Berlin. Die Statue war vor oder nach Kriegsende gestohlen und dabei an der Plinthe beschädigt worden. 1947 beschlagnahmte die Polizei das Werk in Berliner Privatbesitz. Die Identifizierung der Figur nahm Kolbe noch selbst vor, Kurt Reutti und Adolf Jannasch von der Zentralstelle zur Erfassung und Pflege von Kunstwerken waren involviert (Notiz von Kolbe, Archiv Georg Kolbe Museum, Berlin). Reutti stellte 1954 eine Liste der von ihm sichergestellten Werke aus NS-Besitz zusammen, in der die Dahlemer Figur versehentlich doppelt erwähnt wird (Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, VI, HA, NL Reutti, Nr. 7, Bl. 104 v). Zwischenzeitlich war sie im Gewahrsam des Hochkommissars für die Westzonen Deutschlands (HICOG), von dort gelangte sie 1951 in die West-Berliner „Galerie des 20. Jahrhunderts“. Im selben Jahr wurde sie im Schloss Charlottenburg gezeigt und später in der Dauerausstellung der Galerie in der Jebensstraße. | Ursel Berger

Früchtestillleben mit Korb

Früchtestillleben mit Korb

Bevor er 1903 an die von Karl Ernst Osthaus gegründete Malschule des Folkwang-Museums in Hagen berufen wurde, hatte der spätere Maler, Grafiker und Typograf Weiß in Karlsruhe, Stuttgart und Paris Malerei studiert. Vier Jahre später, 1907, wechselte er als Lehrer für dekorative Wandgestaltung an die Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums in Berlin (ab 1924 Vereinigte Staatsschulen für freie und angewandte Kunst), an der er 1910 zum Professor aufstieg. Daneben war Weiß zeit seines Lebens auch als Buchgestalter tätig. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der modernen Buchillustration. Der Künstler selbst sah sich jedoch vor allem als Maler. 1931 schrieb er: „Ich bin zuerst einmal Maler und ich male alles: Menschen, nackte Figuren, Landschaften, Pferde, Stilleben; ich verachte die Spezialisten“ (Emil Rudolf Weiß, Weiss Schriften im schönen Buch, Frankfurt am Main 1931, o. S.). In der Tat findet man im Werk des 1875 geborenen Künstlers alle traditionellen Sujets wieder, wobei das Stillleben und das Blumenstück eindeutig dominieren. Insbesondere die frühen Stillleben, die seit 1907 entstanden (NG 67/81 [04], [05], [06] [08] und [10]), sind geprägt von einer klassischen Kompositionsweise mit impressionistisch lockerem, teils pastos hellem Farbauftrag, der Weiß’ Auseinandersetzung mit dem Werk von Paul Cézanne verdeutlicht. Ein Großteil der Arbeiten von Weiß gelangte Anfang der 1980er-Jahre aus dem Nachlass seiner Witwe, der Bildhauerin Renée Sintenis, in den Bestand der Nationalgalerie (West). | Maike Steinkamp