Die Werbung (I)
Ident. Nr.: A IV 483
ObjID: obj:960641
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1980-1983
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Die Werbung (I)Übersetzung: The Courtship (I)
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 100,5 x 97,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/960641
Objektbeschreibung
Libudas „Werbung (I)“ ist das erste Gemälde einer etwa zwanzigteiligen Reihe (1980–1990), deren Anfänge in der frühen Phase seiner freischaffenden Tätigkeit liegen. Mit weiteren malerischen und grafischen Arbeiten dieser Serie wurde das Werk 1985 im Rahmen der Ausstellung „Expressivität heute. Junge Maler der DDR“ präsentiert. Das annähernd quadratische Bild, das Assoziationen zu den Maskenbildern des Belgiers James Ensor hervorrufen mag, zeigt im Vordergrund drei durch Körperhaltungen und Blicke seltsam aufeinander bezogene Figuren: Die weibliche Gestalt links ist der mittig positionierten, weiß gekleideten männlichen Figur zugewandt, berührt diese am Arm, blickt jedoch teilnahmslos an ihr vorbei. Der Blick des Mannes scheint seinerseits durch sie hindurchzugehen. Rechts befindet sich ein zweiter Mann in gelblichem Anzug mit Hemd, Krawatte und krempenlosem Hut. Er spannt zwischen seinen Fingerspitzen einen fliegenden Fisch über dem Kopf auf – ein (absurder) Versuch, Aufmerksamkeit zu erhaschen? Auf das Thema der Szene deuten der Titel und Bildelemente wie der Stock des Mannes in der Mitte oder die lauernden Hunde rechts zu Füßen der weiblichen Figur: Indizien der Triebhaftigkeit und des Verlangens. Zugleich verweist die Dreierkonstellation auf Rivalitäten und Konkurrenz. Die Frau mit maskenhaftem Gesicht, exotisiert durch ihre bunt und ornamental bestickte Tracht sowie die rote Kopfbedeckung mit weißer Blüte, erscheint in diesem Kontext als umworbenes Objekt der Begierde. | Michaela Mai
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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