Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1964/1965
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: FrauenkopfÜbersetzung: Female Head
- Material / Technik
- Sandstein
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 33 x 24,5 x 8,5 cm
- Erwerbung
- 1973 Ankauf vom Künstler, Magdeburg
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/960718
Objektbeschreibung
Nach einer Steinmetzausbildung und dem Studium am Institut für künstlerische Werkgestaltung Halle – Burg Giebichenstein bei Gustav Weidanz arbeitete Apel 1959–1972 freischaffend als Bildhauer und Restaurator in Magdeburg. In dieser Zeit entstand sein „Frauenkopf“. Mit den mandelförmigen Augen und der langen, geraden Nase wirkt er archaisch. Die sanfte Neigung des Kopfes strahlt etwas Ruhiges und gleichzeitig Rätselhaftes aus: Wohin schaut die Frau, was hat ihre Aufmerksamkeit geweckt? Früher nannte man diese Arbeit „Kopf einer Grazie“; sie ähnelt Apels „Drei Grazien“, ebenfalls ein Relief in Stein (Datierung und Standort unbekannt, Fotoabzug SMB-ZA Künstlerdokumentation). Ob der Kopf ebenfalls als mythologische oder allegorische Figur gedacht war und ob er oder die „Drei Grazien“ einem bestimmten Ort zugedacht waren, ist nicht bekannt. Apel machte sich vor allem mit seinen Skulpturen im öffentlichen Raum, die sich im Vergleich zum „Frauenkopf“ viel stärker an den künstlerischen und inhaltlichen Vorgaben des Sozialistischen Realismus orientieren, einen Namen. In seinen Skulpturen nimmt er außerdem Bezug auf historische Ereignisse, wie die Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg bzw. im Zweiten Weltkrieg oder den Wiederaufbau nach 1945. Für seine Arbeit wurde Apel offiziell gewürdigt, etwa 1977 mit dem Kunstpreis der DDR und dem Orden Banner der Arbeit, 1980 dann mit dem Nationalpreis der DDR. | Emily Joyce Evans
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
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