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Tänzerin

Ident. Nr.: NG 54/81

ObjID: obj:960940

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Renée Sintenis (1888 - 1965),
Künstler*in
Datierung
1914
Weitere Titel
Sammlungstitel: Tänzerin
Übersetzung: Dancer
Provenienz
im Besitz der Künstlerin,
1965
Nachlass/Vermächtnis: Magdalena Goldmann, Berlin,
1965–1981
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 25,4 x 6,5 x 7 cm (inkl. Sockel)
Erwerbung
1981 Vermächtnis Magdalena Goldmann, Berlin (West), aus dem Nachlass Renée Sintenis

Objektbeschreibung

Die „Tänzerin“ gehört zu den frühesten Werken, welche die 1888 im schlesischen Glatz (heute Kłodzko) geborene Renée (Renate Alice) Sintenis geschaffen hat. Aufgewachsen in Neuruppin, Stuttgart und Berlin, hatte die junge Frau 1907 ihr Studium der Bildhauerei an der Unterrichtsanstalt des Berliner Kunstgewerbemuseums aufgenommen. Dort besuchte sie die Klasse für „Dekorative Plastik“ bei Wilhelm Haverkamp, der sie in bildhauerischen Techniken, dem Modellieren und Arbeiten in Ton und Gips sowie im Gerüstbau unterwies – Fertigkeiten, die ihr später beim Formen ihrer Tierplastiken helfen sollten, wie sie 1931 in einem Interview bemerkte (in: Ada Schmidt-Beil, Die Kultur der Frau, Berlin 1931, S. 278 f.). Ansonsten maß sie ihrem Studium keinen großen Stellenwert bei, vielmehr scheint sie einen regelrechten Widerwillen dagegen entwickelt zu haben, dort „‚Neptungötter‘ beinahe bis zur Decke und riesengroße Statuen“ schaffen zu müssen (ebd.). Schließlich gab sie ihr Kunststudium noch vor ihrem Abschluss aus finanziellen Gründen auf. Statt, wie vom Vater gewünscht, als Stenotypistin zu arbeiten, stand sie um 1910 dem Bildhauer Georg Kolbe Modell. Dieser hatte um 1911/1912 unter anderem seine bekannte „Tänzerin“ (B I 317) geschaffen. Möglicherweise war es also Kolbe, der Sintenis zu ihren ersten eigenen weiblichen Akt- und Tanzfiguren anregte, mit denen sie um 1913 ihre künstlerische Karriere begann. Auch ihre „Tänzerin“ gehört zu dieser frühen Gruppe, in der sich die junge Bildhauerin mit unterschiedlichen Bewegungsmöglichkeiten und Posen sowie dem gestischen Ausdruck in der Gestaltung weiblicher Figuren auseinandersetzte. | Maike Steinkamp

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Aufstehendes Pferd

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Das ehemals im Besitz des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung in Berlin befindliche „Aufstehende Pferd“ aus lebhaft strukturiertem rot-schwarzen Lahnmarmor steht exemplarisch für Graevenitz’ Schaffen, dessen künstlerisch erfolgreichste Phase in die Zeit des Nationalsozialismus fiel. Ab 1937 leitete er die Bildhauerklasse sowie – mit einigen Unterbrechungen aus gesundheitlichen Gründen – vom selben Jahr bis 1945 die Kunstakademie in Stuttgart als Direktor. Beim vorliegenden Werk hat von Graevenitz offenbar das Zugleich von noch ruhendem Pferdekörper und sich bereits in Bewegung setzenden Vorderbeinen samt sich aufbäumendem Kopf bildhauerisch gereizt, variierte er das Thema doch mehrfach: so etwa in der monumentalen Travertinskulptur „Aufstehendes Pferd“ von 1934/1935 für den Garten des Robert-Bosch-Krankenhauses Stuttgart oder in seinem 1934 möglicherweise im Zusammenhang mit der Ausgestaltung des Berliner Olympiageländes entstandenen Entwurf „Pferd in Wellen“ (Verbleib unbekannt). Das heute als Dauerleihgabe in der Stiftung Fritz von Graevenitz in Solitude bei Stuttgart befindliche „Aufstehende Pferd“ aus dem Bestand der Nationalgalerie war von Graevenitz’ bildhauerischer Beitrag auf der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ 1937 im Münchner Haus der Deutschen Kunst; es wurde 1938 auch unter dem Titel „Leżący koń“ (Liegendes Pferd) auf der Propagandaschau „Deutsche Bildhauer der Gegenwart“ in Warschau und Krakau gezeigt. | Yvette Deseyve

Un-Quadrat rot

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