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Femme et chien dans la rue

Ident. Nr.: NG 13/91

ObjID: obj:961015

Schenkung Otto van de Loo
n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Karel Appel (1921 - 2006),
Künstler*in
Datierung
1953
Weitere Titel
Sammlungstitel: Femme et chien dans la rue
Frau und Hund in der Straße
Übersetzung: Woman and Dog in the Street
Provenienz
Sotheby's, London,
6.12.1990
Auktion: Otto van de Loo,
6.12.1990–1991
Material / Technik
Öl auf Sackleinwand
Abmessungen
Höhe x Breite: 143,5 x 110,2 cm
Erwerbung
1991 Schenkung Otto van de Loo, München

Objektbeschreibung

„Femme et chien dans la rue“ (Frau und Hund auf der Straße) ist eines von fünf Bildern, deren Herleitung von Zeichnungen aus Appels „Carnet Psychopathologique“ bisher identifiziert werden konnte: Das Ölbild entspricht weitgehend einer Zeichnung in dem psychopathologischen Skizzenheft (Karel Appel Nachlass, vertreten durch die Karel Appel Stiftung, Amsterdam). Jenes war Ende 1950 entstanden, als der Künstler eine Ausstellung mit Zeichnungen von Psychatriepatient*innen im Pariser Hôpital Ste. Anne besucht hatte; kurz zuvor hatte er die Niederlande endgültig verlassen, um in der französischen Hauptstadt zu leben. Appel überdeckte die Texte einer psychiatrisch-wissenschaftlichen und nicht bebilderten Broschüre zur Ausstellung mit Zeichnungen, die, so darf man annehmen, subjektive Anverwandlungen dessen waren, was er an den Wänden gesehen hatte. Somit setzte er seine künstlerische Aneignung buchstäblich über den wissenschaftlichen Logos hinweg. Dieser Zusammenhang ist im doppelten Sinne bedeutsam: Einerseits ist dies eine sehr frühe Verwendung der Schöpfungen von „Outsidern“ als künstlerische Inspirationsquelle – vor Appel hatte dies eigentlich nur Jean Dubuffet getan. Und innerhalb von Appels eigenem Œuvre ist „Femme et chien dans la rue“ eines der ersten Beispiele für die noch verhältnismäßig neue Erkenntnis, dass er durchaus auch nach Vorzeichnungen arbeitete – eine Tatsache, welche das verbreitete Stereotyp des wilden und spontanen Malers untergräbt. Insofern kann das Bild in doppeltem Sinne als ein Schlüsselwerk angesehen werden. | Franz W. Kaiser

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Aufstehendes Pferd

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Das ehemals im Besitz des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung in Berlin befindliche „Aufstehende Pferd“ aus lebhaft strukturiertem rot-schwarzen Lahnmarmor steht exemplarisch für Graevenitz’ Schaffen, dessen künstlerisch erfolgreichste Phase in die Zeit des Nationalsozialismus fiel. Ab 1937 leitete er die Bildhauerklasse sowie – mit einigen Unterbrechungen aus gesundheitlichen Gründen – vom selben Jahr bis 1945 die Kunstakademie in Stuttgart als Direktor. Beim vorliegenden Werk hat von Graevenitz offenbar das Zugleich von noch ruhendem Pferdekörper und sich bereits in Bewegung setzenden Vorderbeinen samt sich aufbäumendem Kopf bildhauerisch gereizt, variierte er das Thema doch mehrfach: so etwa in der monumentalen Travertinskulptur „Aufstehendes Pferd“ von 1934/1935 für den Garten des Robert-Bosch-Krankenhauses Stuttgart oder in seinem 1934 möglicherweise im Zusammenhang mit der Ausgestaltung des Berliner Olympiageländes entstandenen Entwurf „Pferd in Wellen“ (Verbleib unbekannt). Das heute als Dauerleihgabe in der Stiftung Fritz von Graevenitz in Solitude bei Stuttgart befindliche „Aufstehende Pferd“ aus dem Bestand der Nationalgalerie war von Graevenitz’ bildhauerischer Beitrag auf der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ 1937 im Münchner Haus der Deutschen Kunst; es wurde 1938 auch unter dem Titel „Leżący koń“ (Liegendes Pferd) auf der Propagandaschau „Deutsche Bildhauer der Gegenwart“ in Warschau und Krakau gezeigt. | Yvette Deseyve

Un-Quadrat rot

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