Frauenbad
Ident. Nr.: B 904
ObjID: obj:961215
1968 erworben durch das Land Berlin
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1919
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: FrauenbadÜbersetzung: Women’s Bath
- Provenienz
- im Besitz des Künstlers,
- Januar 1920Kauf: Israel Ber Neumann, Berlin,
Januar 1920 - mind. 1924Graphisches Kabinett Günter Franke, München,
367417Kommission: Galerie Alfred Flechtheim, Berlin,
1928–1930bei Max Beckmann, Frankfurt am Main,
1930Graphisches Kabinett Günter Franke, München,
388919Kauf: Herbert Kurz, Meerane, Wiesbaden und Wolframs-Eschenbach,
um 1936 - 1967Verwahrung: von Herbert Kurz deponiert in der Rhein-Main-Bank (später Dresdner Bank), Frankfurt am Main,
um 1940 - mind. 1957Verwahrung: Depositum der Sammlung Herbert Kurz im Landesmuseum Münster,
um 1960 - 1967Nachlass/Vermächtnis: Erbengemeinschaft Kurz,
1967 - Februar 1968Kauf: Vereinigte Kunstsammlungen, Berlin,
Februar 1968 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 97,5 x 65 cm
- Erwerbung
- 1968 Ankauf von der Erbengemeinschaft Herbert Kurz aus Mitteln des Landes Berlin (West)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/961215
Objektbeschreibung
Das komplex verschachtelte, mit Figuren fast vollgestopfte Bild zeigt Kinder und Frauen in einer gezimmerten Kammer. Die Mittelachse des Gemäldes wird oben von einer schaukelnden Frau mittleren Alters und unten von einer als sitzender Rückenakt gegebenen Alten bestimmt. Letztere sollte nach Beckmann nicht nur eine gewisse Hässlichkeit, sondern auch die Tragik des Alterns verdeutlichen (Max Beckmann, Die Realität der Träume in den Bildern, München/Zürich 1990, S. 26). Um die beiden herum ordnen sich die weiteren Figuren als Kreisform und involvieren das Sehen der Betrachter:innen. Ausgangspunkt dafür sind die zwei Säuglinge am Boden, die voneinander wegstreben und den Blick in unterschiedliche Richtungen lenken können. Beckmann hat hier zu einer Komposition gefunden, die er immer wieder variieren sollte. Mit dem Thema schließt das Gemälde an die ältere Kunst an (vgl. Albrecht Dürers gleichnamige Zeichnung von 1496; Kunsthalle Bremen) und verdeutlicht in Kombination mit der Form ein historisch informiertes Künstlerselbstverständnis: „Das Wichtigste ist mir, wieder zu einer klaren und absolut festen Form zu kommen: die Rundheit in der Fläche, die Tiefe im Gefühl der Fläche, die Architektur des Bildes. Eine möglichst große Summe von Vitalität in glasklare Linien und Flächen einzusperren! […] Das Bild [„Frauenbad“] soll wirken wie ein gotisches Glasfenster.“ So äußerte sich der Maler gegenüber seinem Münchner Verleger Reinhard Piper im Juli 1919 und zielte programmatisch auf eine „Metaphysik in der Gegenständlichkeit“ (ebd., S. 25, 27). | Olaf Peters
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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Neue Nationalgalerie
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nng@smb.spk-berlin.de