Bildnis meiner Frau
Ident. Nr.: A IV 49
ObjID: obj:961340
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1929
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Bildnis meiner FrauÜbersetzung: Portrait of my Wife
- Provenienz
- Nachlass/Vermächtnis: Prof. Lea Grundig, Dresden,
1958–1965 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 120 x 100 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/961340
Objektbeschreibung
Mit diesem Gemälde hat Grundig seine Ehefrau, die Künstlerin Lea Grundig, geborene Langer (1906–1977), porträtiert. Sie ist ernst und in sich gekehrt wiedergegeben, mit vom Sonnenlicht beschienenem Gesicht in der dunklen Atelier-Mansardenwohnung des Paares sitzend. An der Wand im Hintergrund hängen verschiedene Plakatentwürfe Hans Grundigs für KPD-Aktionen gegen soziales Elend und medizinischen Notstand. Seit 1926 engagierten sich sowohl Hans als auch Lea Grundig in der KPD; 1930 gehörten sie zu den Gründungsmitgliedern des Dresdner Ortsverbandes der Assoziation revolutionärer bildender Künstler (ASSO), deren Anhänger es sich auf die Fahnen geschrieben hatten, mit ihrer Kunst politisch auf die Gesellschaft einzuwirken. Beide Künstler hatten sich 1926 an der Dresdner Kunstakademie kennengelernt und zwei Jahre später gegen den Willen des Vaters von Lea Langer geheiratet. Damit verabschiedete sich Lea Grundig vom gutbürgerlichen Umfeld ihrer Familie und stellte ihr Leben und ihre Kunst in den Dienst des Kommunismus. Künstlerisch stach sie dabei vor allem als Grafikerin und Zeichnerin hervor. Angesichts ihres politischen Engagements und als Jüdin war Grundig bereits kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Januar 1933 Repressionen ausgesetzt. 1936 und 1938 wurde sie aufgrund ihrer politischen Widerstandsarbeit verhaftet und emigrierte Anfang 1940 ohne ihren Mann nach Palästina. Erst 1948 kehrte sie nach Dresden, in die sowjetische Besatzungszone, zurück. | Maike Steinkamp
Letzte Aktualisierung: 29.04.2026
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