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Neugeborenes Fohlen

Ident. Nr.: NG 13/81

ObjID: obj:961638

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Renée Sintenis (1888 - 1965),
Künstler*in
Datierung
1933
Weitere Titel
Sammlungstitel: Neugeborenes Fohlen
Übersetzung: Newborn Foal
Provenienz
im Besitz ver Künstlerin,
1965
Nachlass/Vermächtnis: Magdalena Goldmann, Berlin,
1965–1981
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 4 x 14,2 x 5,5 cm
Erwerbung
1981 Vermächtnis Magdalena Goldmann, Berlin (West), aus dem Nachlass Renée Sintenis

Objektbeschreibung

Sintenis war eine begeisterte Reiterin, sie hatte eine ausgesprochene Zuneigung zu Pferden. Es verwundert daher nicht, dass sie Pferde in ihrem Werk nicht nur am vielfältigsten, sondern auch am zahlreichsten gestaltet hat. Für Sintenis waren sie „die schönsten Tiere der Welt“, wie sie auch in einem Text mit demselben Titel schrieb: „Junge und alte, jedes ist vom anderen ganz verschieden. Mutig und edel, stark und treu, willig stumm und geduldig begleiten sie uns. Ihre dunklen Augen blicken uns an, ihr Fell glänzt, ihre Haare wehen im Wind. […] Sie sind ewig und zeitenlos, die schönsten Tiere der Welt: Die Pferde“ (zit. nach Britta Buhlmann, Renée Sintenis, Darmstadt 1987, S. 57). Waren Sintenis’ frühe Tierplastiken noch etwas stilisiert und statuarisch, erlangten sie in späteren Jahren eine immer größere Bewegungsfreiheit, was sich auch in der aufgelockerten Oberflächengestaltung ausdrückt. Ihre Fohlen (NG 14/81 und NG 16/81) und Pferde liegen (NG 13/81), blicken um sich (B I 430), galoppieren (NG 17/81) oder bäumen sich auf (NG 19/81). Dieses Bewegen wird gleichgesetzt mit Lebensfreude, Temperament und Übermut, dem die Künstlerin in über vierzig unterschiedlichen Pferdetypen Ausdruck verliehen hat. | Maike Steinkamp

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Un-Quadrat rot

Un-Quadrat rot

„Das Schrägelement – der senkrecht und waagrecht beschnittene, schräge Balken – […] ist aus der Diagonalen im Quadrat gewonnen. Daher steht es den Grundlagen und dem Ausgangspunkt absoluter Malerei nahe“, heißt es in Stankowskis Buch „Bildpläne“ (Stuttgart 1979, S. 97). Ein von links unten aufsteigender Schrägbalken sei „Ausdruck von Energie und Antriebskraft“; eine Diagonale vermittele „Erregung, Bewegtheit, Rhythmik und ‚Sensation‘“, unabhängig von ihrer Richtung (S. 99). Der Künstler und Designer Stankowski beschäftigte sich zeitlebens so intensiv mit dem Schrägelement, dass die Form zu einer Art Markenzeichen seiner Kunst wurde – sowohl in freien Arbeiten als auch im Grafikdesign. Sein wohl bekanntester Schrägstrich ist Teil des quadratischen Logos für die Deutsche Bank, das 1973 entstand. Doch bereits zuvor war die Schräge das visuell am ausgiebigsten erforschte Element seines Schaffens – ob in experimentellen Fotografien, Werbecollagen, Funktionsgrafiken, Markendesigns oder freien künstlerischen Arbeiten. Mit „Un-Quadrat“ ließ Stankowski die Schräge zur Bildgestalt werden: Die Leinwand selbst hat als „shaped canvas“ („geformtes Bild“) die aufsteigende Schrägform angenommen. Die Dynamik des Aufstrebens wird durch den Neigungswinkel unterstützt: Statt eines optisch ruhigeren 45-Grad-Winkels, der Diagonale eines Quadrats, wurde hier ein Winkel mit energiegeladenen 55 Grad gewählt. Diesen Kniff hatte Stankowski bereits erfolgreich beim Deutsche-Bank-Logo eingesetzt (dort mit 53 Grad). Der Werktitel „Un-Quadrat“ verweist also einerseits auf die als Bildkörper ausgeformte Leinwand ohne klassische rechte Winkel, andererseits auf das dynamische Ausbrechen der Schräge aus der Quadratdiagonale. | Christina Thomson