Porträt Friedrich Ahlers-Hestermann
Ident. Nr.: B 78/14
ObjID: obj:962020
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1957
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Porträt Friedrich Ahlers-HestermannÜbersetzung: Portrait of Friedrich Ahlers-Hestermann
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Gips und Zement
- Abmessungen
- Höhe: 26 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/962020
Objektbeschreibung
Von tiefen Augenhöhlen, eingefallenen Wangen und profilierter Nase ist das markante Gesicht Friedrich Ahlers-Hestermanns (1883–1973) charakterisiert. Dunkel porträtierte den 74-jährigen Maler, Grafiker und Schriftsteller in einer Ruhe und Entschlossenheit, der die dynamisch gestaltete, dreieckige Sockelplatte eigentümlich entgegensteht. Der gebürtige Hamburger Ahlers-Hestermann erlebte seine künstlerisch prägenden Jahre in Paris, wo er den Kreis um die deutschen Künstler Hans Purrmann, Albert Weisgerber, Rudolf Levy oder Oskar Moll im Café du Dôme als Kunstkritiker literarisch begleitete. Über Purrmann lernte er Henri Matisse kennen, an dessen Malschule er sich zusammen mit den Hamburgern Walter Rosam und Franz Nölken einschrieb. 1918 kehrte Ahlers-Hestermann nach Deutschland zurück und lehrte an den Kölner Werkschulen, wurde aber mit dem Regierungsantritt der Nationalsozialisten entlassen. Ab 1945 wurde er zur prägenden Gestalt der Landeskunstschule Hamburg, der er bis 1951 als Direktor vorstand; dort stärkte er mit der Berufung Gerhard Marcks’ die figürliche Bildhauerei. Von 1956 bis 1973 war Ahlers-Hestermann Direktor der Abteilung Bildende Kunst an der Akademie der Künste in West-Berlin, wo auch Dunkel lebte und arbeitete. 1958 wurde Dunkel das Stipendium der Villa Massimo in Rom zugesprochen, 1959 hielt sich Ahlers-Hestermann als Ehrengast dort auf. Die Auflagenhöhe des in Gips-Zement gegossenen Porträtkopfes ist nicht genau dokumentiert. | Yvette Deseyve
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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