Die Gartenbank
Ident. Nr.: A II 183
ObjID: obj:962035
Kontakt
Einrichtung:
Alte Nationalgalerie
E-Mail:
n/a
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1916
- Provenienz
- Robert von Mendelsohn, Berlin, und Frau Oppenheim, Berlin,
4.1.1918 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 71 x 86 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/962035
Objektbeschreibung
Im Jahre 1909 hatte Liebermann ein Grundstück am Großen Wannsee erworben, im folgenden Jahr ließ er sich darauf eine Villa bauen und begann unter Beratung seines Freundes Alfred Lichtwark, Direktor der Hamburger Kunsthalle, einen genau durchdachten Garten anzulegen. Seit Beginn des Ersten Weltkriegs im August 1914 reiste Liebermann im Sommer auch nicht mehr nach Holland (vgl. „Landschaft bei Noordwijk“, A I 966). Der Garten am Wannsee wurde zum Refugium für ihn und die engste Familie, und er vor allem lieferte in den letzten mehr als zwanzig Arbeitsjahren dem Künstler die Vorlage für zahlreiche Bilder. Das Motiv der weißen Gartenbank in Nähe der Kastanie hat Liebermann in den Kriegsjahren 1915/1916 mehrfach dargestellt. Meist zeigt er eine junge Frau in hellem Kleid, vermutlich die Tochter Käthe (1885–1952), dort sitzend. Dieses wohl gültigste Werk der Serie gelangte anlässlich des 70. Geburtstags des Künstlers als Geschenk der Familien Mendelssohn und Oppenheim in die Nationalgalerie. Um den hellen Mittelpunkt herum entwickelt sich bei dem Bild eine fast ungegenständliche Malerei: Das schützende, bis zum oberen Bildrand reichende Grün von Hecke und Baum ist ein Gefüge aus Pinselhieben in verschiedensten Farbtönen. Die Wiese vor der Bank ist farblich einheitlicher angelegt, hellgrün mit einem großen gelben Sonnenfleck, den Weg an der rechten Seite wiederum hat das Licht violett gefärbt. | Angelika Wesenberg
Letzte Aktualisierung: 27.04.2026
Kontakt
Einrichtung:
Alte Nationalgalerie
E-Mail:
n/a