Schleppdampferhafen
Ident. Nr.: A II 752
ObjID: obj:962198
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1931
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: SchleppdampferhafenÜbersetzung: Steam Tugboat Harbour
- Provenienz
- im Besitz des Künstlers,
1932 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand auf Holz
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 74 x 90 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/962198
Objektbeschreibung
In den Sommern der Jahre 1926 bis 1934 erkundete Kaus per Segelboot auf der Havel und den Mecklenburger Seen Orte und Landschaften außerhalb Berlins. Bei der Motivsuche vom Boot aus wird den Künstler vor allem der damit verbundene Perspektivwechsel gereizt haben. Die dem „Schleppdampferhafen“ eng verwandten Motive „Zillen und Ziegeleien II“, „Ziegeleikanal II“ und „Schlepper, Zillen und Ziegeleien“ aus demselben Jahr (WVZ Schmitt-Wischmann 1990, 171–173) lassen sich konkret auf dem Ziegeleigelände Mildenberg verorten, und es liegt nahe, dass die vorliegende Ansicht ebenfalls von dort stammt. Allen diesen Werken ist gemein, dass es sich hierbei nicht um Landschaftsbilder im engeren Sinne handelt. Vielmehr hat Kaus Eindrücke von (Industrie-)Architekturen und Booten aufgegriffen und sie als verschachtelte und tief gestaffelte Komposition wiedergegeben. Die gespiegelten Umrisse der Boote beleben die sonst ruhige Wasseroberfläche und vervielfachen die bewegten Linien der Darstellung. Ordnende und stabilisierende Horizontalen und Vertikalen sind – ungewöhnlich für Kaus’ Bildaufbauten dieser Zeit – weitgehend reduziert. Durch den Farbklang erhält die Komposition dennoch Festigkeit. In gewisser Weise kündigen sich hier schon die flächigen, ornamentalen Strukturen an, die nach 1945 das Spätwerk des Malers charakterisieren sollten. | Katharina Wippermann
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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