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Medaille Gerhard Marcks

Ident. Nr.: B 231

ObjID: obj:962212

1957 erworben durch das Land Berlin
n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Richard Scheibe (1879 - 1964),
Künstler*in
Datierung
1945
Weitere Titel
Sammlungstitel: Medaille Gerhard Marcks
Übersetzung: Medallion for Gerhard Marcks
Geografische Bezüge
Provenienz
im Besitz des Künstlers,
1957
Kauf: Galerie des 20. Jahrhunderts, Berlin (West),
1957–1968
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Durchmesser: 13 cm
Tiefe: 2 cm
Gewicht: ca. 1 kg
Erwerbung
1957 Ankauf vom Künstler durch das Land Berlin für die Galerie des 20. Jahrhunderts (West)

Objektbeschreibung

Besonders in der unmittelbaren Nachkriegszeit schuf Scheibe Medaillen als Geschenke für befreundete Künstler. Zu den ihm am engsten verbundenen zählte der zehn Jahre jüngere Gerhard Marcks (1889–1981), den Scheibe um 1908 in Berlin kennengelernt hatte und der kurze Zeit später in sein Atelier einzog. Zusammen betrieb man hier autodidaktisch Anatomie- und Aktstudien und stand sich gegenseitig Modell. Erste gemeinsame Entwürfe entstanden für die „Deutschen Werkbund-Ausstellung“ 1914 in Köln, als beide Bildhauer Reliefs für das Portal der Musterfabrik von Walter Gropius schufen. Die Vorderseite der 1945 gefertigten Medaille zeigt das nach rechts gewandte, klar umrissene Profil von Marcks. Dank der reduzierten Binnenzeichnung und der subtilen Modellierung hat Scheibe eine ruhige Formensprache erzielt, die kennzeichnend für viele seiner Bildnismedaillen ist (vgl. jene zu Johann Joachim Winckelmann, B 138 und B I 677). Die Rückseite gibt über Datierung und Namenszug die Bildhauerwerkzeuge Hammer und Meißel wieder. Von der Medaille existieren mehrere Fassungen. Die Nationalgalerie selbst besitzt neben den beiden Exemplaren von 1945 (B I 679 und B 231) die Variante von 1951 (B 232). Außerdem befinden sich weitere später geschaffene Medaillen mit den Bildnissen von Karl Hofer (B 52), Georg Kolbe (B 230), Max Pechstein (B 135), Renée Sintenis (B 508) und Karl Schmidt-Rottluff (B 136) in der Sammlung. | Carolin Jahn

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Aufstehendes Pferd

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Das ehemals im Besitz des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung in Berlin befindliche „Aufstehende Pferd“ aus lebhaft strukturiertem rot-schwarzen Lahnmarmor steht exemplarisch für Graevenitz’ Schaffen, dessen künstlerisch erfolgreichste Phase in die Zeit des Nationalsozialismus fiel. Ab 1937 leitete er die Bildhauerklasse sowie – mit einigen Unterbrechungen aus gesundheitlichen Gründen – vom selben Jahr bis 1945 die Kunstakademie in Stuttgart als Direktor. Beim vorliegenden Werk hat von Graevenitz offenbar das Zugleich von noch ruhendem Pferdekörper und sich bereits in Bewegung setzenden Vorderbeinen samt sich aufbäumendem Kopf bildhauerisch gereizt, variierte er das Thema doch mehrfach: so etwa in der monumentalen Travertinskulptur „Aufstehendes Pferd“ von 1934/1935 für den Garten des Robert-Bosch-Krankenhauses Stuttgart oder in seinem 1934 möglicherweise im Zusammenhang mit der Ausgestaltung des Berliner Olympiageländes entstandenen Entwurf „Pferd in Wellen“ (Verbleib unbekannt). Das heute als Dauerleihgabe in der Stiftung Fritz von Graevenitz in Solitude bei Stuttgart befindliche „Aufstehende Pferd“ aus dem Bestand der Nationalgalerie war von Graevenitz’ bildhauerischer Beitrag auf der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ 1937 im Münchner Haus der Deutschen Kunst; es wurde 1938 auch unter dem Titel „Leżący koń“ (Liegendes Pferd) auf der Propagandaschau „Deutsche Bildhauer der Gegenwart“ in Warschau und Krakau gezeigt. | Yvette Deseyve

Un-Quadrat rot

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