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Kopf

Ident. Nr.: NG 10/76

ObjID: obj:962408

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Hans Uhlmann (1900 - 1975),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1935
Weitere Titel
Sammlungstitel: Kopf
Übersetzung: Head
Geografische Bezüge
Provenienz
Hildegard Uhlamann,
1976
Material / Technik
Eisendraht
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 37 x 12 x 23 cm (ohne Sockel)
Erwerbung
1976 Geschenk von Hildegard Uhlmann, Berlin (West), zur "Donation Haftmann"

Objektbeschreibung

Dieser aus Eisendraht geformte abstrahierte Kopf ist eine von Uhlmanns ersten skulpturalen Arbeiten. Der gelernte Ingenieur schuf ihn nach seiner Entlassung aus der Haftanstalt Tegel, in der er mehr als anderthalb Jahre hatte verbringen müssen. Im Oktober 1933 war er nach einer politischen Flugblattaktion festgenommen worden. Bereits zuvor hatte er seine Assistentenstelle bei dem Maschinenbauer Max Kloss an der Technischen Hochschule Berlin verloren. Die Grundlage der Eisendrahtskulptur bildete eine Tuschzeichnung (Kupferstichkabinett Berlin), die zu seinen „Tegeler Köpfen“ gehört, entindividualisierten Studien seiner Mitgefangenen, die während Uhlmanns Inhaftierung entstanden waren und deren Hauptmerkmal Gitterstrukturen sind, welche die Köpfe wie eigene kleine Gefängnisse umschließen. Diese Zeichnungen übersetzte der Künstler später in den Raum. Aus dünnen, rund oder eckig gebogenen, gelöteten Drähten schuf Uhlmann eine ganze Reihe konstruktiver Köpfe, von denen der im Bestand der Nationalgalerie der erste war. Eindrücklich spiegelt sich in ihm die vom Künstler empfundene Unterdrückung und das (mentale) Eingesperrtsein unter dem NS-Regime. Öffentlich zeigen konnte Uhlmann seine in dieser Zeit geschaffenen Metallplastiken und Zeichnungen nicht, er hielt sich als Ingenieur über Wasser. Erst nach dem Krieg war es ihm möglich, frei und sehr erfolgreich als Künstler arbeiten. Allerdings betrachtete er in der Rückschau seine Metallplastiken der 1930er-Jahren als Grundlage, jene Zeit als wichtigste Periode für seine gesamte künstlerische Laufbahn (vgl. Hans Uhlmann, Ausst.-Kat. Akademie der Künste, Berlin [West], 1968, S. 28). | Maike Steinkamp

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Badende

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