Porträt Marianne Britze
Ident. Nr.: A IV 428
ObjID: obj:962502
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1913
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Porträt Marianne BritzeÜbersetzung: Portrait of Marianne Britze
- Provenienz
- im Besitz des Künstlers,
1920Kauf: Marianne Britze, Bautzen,
1920–1980Nachlass/Vermächtnis: Günter Britze, Bautzen,
1980–1981 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 67 x 58 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/962502
Objektbeschreibung
Die Eltern des 1897 in Dresden geborenen Conrad Felix Müller förderten früh das künstlerische Talent ihres Sohnes. Ab April 1912 besuchte er die private Malschule von Ferdinand Dorsch, und bereits im Dezember desselben Jahres wurde er in die Klasse von Carl Bantzer an der Kunstakademie in Dresden aufgenommen. Im Atelier Dorsch begegnete der damals 15-Jährige der fast doppelt so alten Malschülerin Marianne Britze (1883–1980). In einem Brief an sie vom 27. Juni 1913 schrieb er: „Es tat mir immer so wohl, wenn ich von der Akademie zu Ihnen kam – da die brutalen Akademiker und hier die feinfühligen, empfindenden Damen“ (zit. nach Marianne Britze, 1883–1980. Leben und Werk, Ausst.-Kat., Bautzen, 2003, S. 12). Ende des Jahres entstand dann das mit kraftvoll breiten Pinselstrichen in der Tradition des Dresdner Impressionismus gemalte Bildnis. Es zeigt die Angeschwärmte in rosa Bluse mit weißem Kragen und blaugrünem Federhut vor senfgelbem Hintergrund als elegante Dame der besseren Gesellschaft. Der diagonal ins Bild gesetzte Oberkörper, die Zigarette in der Hand und ein aus der Verschattung heraus intensiv fixierender Blick signalisieren Willenskraft und Energie sowie eine gewisse Distanz gegenüber dem jungen Verehrer. Im März 1920 erwarb Britze ihr Porträt, und Felixmüller betonte in einem Brief an sie vom 27. März desselben Jahres: „Es gehört zu meinen ganz wenigen Bildern, die ich aus der Zeit der ersten Anfänge am Leben ließ“ (zit. nach Conrad Felixmüller. Die Dresdner Jahre, 1910–1934, Ausst.-Kat., Dresden/Hannover, 1997, S. 39). | Dieter Scholz
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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