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Christian Rohlfs

Ident. Nr.: B I 556

ObjID: obj:962516

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Alexander Zschokke (1894 - 1981),
Künstler*in
Datierung
1931
Weitere Titel
Sammlungstitel: Christian Rohlfs
Übersetzung: Bust of Christian Rohlfs
Provenienz
im Besitz des Künstlers,
1934
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 50 x 23,5 x 29 cm (inkl. Sockel)
Erwerbung
1934 Ankauf vom Künstler

Objektbeschreibung

Zschokke gab berühmte Persönlichkeiten wieder, zum Beispiel Friedrich Nietzsche oder Stefan George (B III 101), und schuf als Auftragswerke Bildnisse des damaligen Oberbürgermeisters von Köln, Konrad Adenauer, sowie des Direktors der Nationalgalerie, Ludwig Justi. Doch vor allem widmete er sich Künstlerporträts. Nach Zschokkes künstlerischem Durchbruch, welcher ihm 1928 mit einer Sonderausstellung in der renommierten Berliner Galerie Ferdinand Möller gelang, entstand in den 1930er-Jahren eine ganze Reihe von Bildnissen expressionistischer Künstler. Neben Porträts von Paul Klee, Erich Heckel und Otto Mueller modellierte der Bildhauer auch die Büste von Christian Rohlfs (1849–1938). Der deutsche Maler war ein Wegbereiter der Moderne gewesen – kein umstürzlerischer Künstler, doch einer, dessen Werk wichtige Zeitströmungen widerspiegelt. Im Laufe der Zeit hatte er seine Arbeit von der klassischen Akademiemalerei zum späten Impressionismus und schließlich zum Expressionismus entwickelt. Als die Büste entstand, war Rohlfs 81 Jahre alt und malte vornehmlich Aquarelle mit Pflanzenmotiven. Mit seinen Porträtköpfen hat Zschokke antike Formen neu interpretiert; dabei setzte er es sich zum Ziel, das Wesenhafte des Charakters sichtbar zu machen. | Johanna Yeats

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Un-Quadrat rot

Un-Quadrat rot

„Das Schrägelement – der senkrecht und waagrecht beschnittene, schräge Balken – […] ist aus der Diagonalen im Quadrat gewonnen. Daher steht es den Grundlagen und dem Ausgangspunkt absoluter Malerei nahe“, heißt es in Stankowskis Buch „Bildpläne“ (Stuttgart 1979, S. 97). Ein von links unten aufsteigender Schrägbalken sei „Ausdruck von Energie und Antriebskraft“; eine Diagonale vermittele „Erregung, Bewegtheit, Rhythmik und ‚Sensation‘“, unabhängig von ihrer Richtung (S. 99). Der Künstler und Designer Stankowski beschäftigte sich zeitlebens so intensiv mit dem Schrägelement, dass die Form zu einer Art Markenzeichen seiner Kunst wurde – sowohl in freien Arbeiten als auch im Grafikdesign. Sein wohl bekanntester Schrägstrich ist Teil des quadratischen Logos für die Deutsche Bank, das 1973 entstand. Doch bereits zuvor war die Schräge das visuell am ausgiebigsten erforschte Element seines Schaffens – ob in experimentellen Fotografien, Werbecollagen, Funktionsgrafiken, Markendesigns oder freien künstlerischen Arbeiten. Mit „Un-Quadrat“ ließ Stankowski die Schräge zur Bildgestalt werden: Die Leinwand selbst hat als „shaped canvas“ („geformtes Bild“) die aufsteigende Schrägform angenommen. Die Dynamik des Aufstrebens wird durch den Neigungswinkel unterstützt: Statt eines optisch ruhigeren 45-Grad-Winkels, der Diagonale eines Quadrats, wurde hier ein Winkel mit energiegeladenen 55 Grad gewählt. Diesen Kniff hatte Stankowski bereits erfolgreich beim Deutsche-Bank-Logo eingesetzt (dort mit 53 Grad). Der Werktitel „Un-Quadrat“ verweist also einerseits auf die als Bildkörper ausgeformte Leinwand ohne klassische rechte Winkel, andererseits auf das dynamische Ausbrechen der Schräge aus der Quadratdiagonale. | Christina Thomson