Die Maler Alexander Schmidt-Michelsen und Paul Baum mit dem Selbstbildnis des Malers Röbbecke
Ident. Nr.: A I 889
ObjID: obj:962529
Kontakt
Einrichtung:
Alte Nationalgalerie
E-Mail:
n/a
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1905
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 80 x 98 cm
- Erwerbung
- 1905 Ankauf aus der Großen Berliner Kunstausstellung
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/962529
Objektbeschreibung
1894 beauftragte Georg Prinz von Preußen den Maler Röbbecke mit Kopien nach Gemälden alter Meister aus bedeutenden europäischen Kunstsammlungen (vgl. Moritz Röbbecke 1857‒1916, Maler und Kopist, Ausst.-Kat., Heimatmuseum Meerane, 2002, S. 39‒46, 147‒155). Seit 1897 kopierte Röbbecke dafür auch im Pariser Louvre, unter anderem, allerdings für sich selbst und im Ausschnitt, Jusepe de Riberas Gemälde „Grablegung Christi“ (1630, Inv. MI 736). Vor der vollendeten, gerahmten Kopie porträtierte sich der Maler 1899 selbst, mit schwarzer Weste und Pelzkappe an einem Tisch mit frischen Wiesenblumen sitzend, den Blick ernst auf den Betrachter gerichtet („Selbstporträt mit Ribera“; Heimatmuseum Meerane). Als Bild-im-Bild wiederholte Röbbecke diese Arbeit 1905. Das Gemälde hängt nun hinter dem Doppelporträt der beiden Malerfreunde Paul Baum (1859–1932; links) und Alexander Schmidt-Michelsen (1859–1908; rechts). Röbbecke hat damit ein einfallsreiches und eindrückliches Freundschaftsbild geschaffen. Die drei Künstlerkollegen – Röbbecke hatte Schmidt-Michelsen vermutlich bereits während der Studien an der Münchner Akademie kennengelernt, Paul Baum später in Berlin – teilen den unmittelbaren, aufmerksam forschenden Blick, mit dem sie den Betrachter:innen begegnen. Treffend als „eigenartigste und reifste Leistung“ lobte der Kunstkritiker Fritz Stahl das Porträt auf der „Großen Berliner Kunstausstellung“ 1905 (zit. nach Moritz Röbbecke, Ausst.-Kat., Meerane, 2002, S. 22). Ausgezeichnet mit der Goldenen Medaille wurde es aus dieser für die Nationalgalerie erworben. Eine kleinere Fassung von 1905 aus dem einstigen Besitz von Alexander Schmidt-Michelsen gelangte 1908 als Stiftung in das Museum der bildenden Künste Leipzig. | Regina Freyberger
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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