Knabenbildnis Uexküll
Ident. Nr.: NG 65/81
ObjID: obj:962594
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1943
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Knabenbildnis UexküllÜbersetzung: Portrait of a Boy (Uexküll)
- Provenienz
- im Besitz der Künstlerin,
1965Nachlass/Vermächtnis: Magdalena Goldmann, Berlin,
1965–1981 - Material / Technik
- Gips
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 25 x 15,5 x 18,7 cm
- Erwerbung
- 1981 Vermächtnis Magdalena Goldmann, Berlin (West), aus dem Nachlass Renée Sintenis
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/962594
Objektbeschreibung
Im Jahr 1943 schuf Sintenis das Porträt des vierjährigen Sohnes der Familie von Uexküll. Edgar von Uexküll hatte bis zur Revolution das zaristische Russland als Diplomat vertreten, später ließ er sich mit seiner aus Breslau stammenden Frau Nadine von Radowitz in Berlin nieder. Beide pflegten enge Kontakte zur Berliner Kulturszene, wodurch sie vermutlich auch Sintenis kennenlernten. Um ihren Sohn Carl Alexander (1939–), der sich 1943 bei Verwandten in Süddeutschland aufhielt, vor Augen zu haben, beauftragte das Ehepaar mitten im Zweiten Weltkrieg die Bildhauerin mit einem Porträt. Sie stellte den Jungen mit einem klaren und zugleich zurückhaltenden Gesichtsausdruck dar. Die leicht vorgeschobene, angeschwollene Oberlippe zeugt von einem Dreiradunfall, bei dem sich das Kind die Vorderzähne ausgeschlagen hatte. Sintenis fertigte zwei Versionen des detailgenauen Bildnisses an. Noch heute befindet sich eine davon im Besitz der Familie, die 1947 nach Schweden ausgereist war. Die zweite Fassung des Kopfes aus Gips hat sich im Nachlass der Künstlerin erhalten, den heute die Nationalgalerie verwahrt. | Maike Steinkamp
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de