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Antilope

Ident. Nr.: NG 36/81

ObjID: obj:962721

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Renée Sintenis (1888 - 1965),
Künstler*in
Datierung
1946
Weitere Titel
Sammlungstitel: Antilope
Übersetzung: Antelope
Provenienz
im Besitz der Künstlerin,
391047
Nachlass/Vermächtnis: Magdalena Goldmann, Berlin,
1965–1981
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 9,5 x 15,8 x 4,2 cm
Erwerbung
1981 Vermächtnis Magdalena Goldmann, Berlin (West), aus dem Nachlass Renée Sintenis

Objektbeschreibung

Seit der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Januar 1933 hatte Sintenis zunehmende Einschränkungen ihres künstlerischen Schaffens erfahren und nur wenige Werke realisieren können. Darüber hinaus war ihr Atelier in Berlin bei einem Bombenangriff 1944 auf die Stadt schwer beschädigt worden. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges konnte Sintenis jedoch an ihre künstlerischen Erfolge seit den späten 1910er-Jahren anknüpfen. Dabei setzte sie ihr Schaffen nahezu ungebrochen fort. Wie schon während der Weimarer Republik fertigte sie auch nach 1945 die für sie charakteristischen kleinformatigen Tierfiguren aus Bronze an, wie zum Beispiel Antilopen (NG 36/81) oder Lamas (NG 39/81), Tiere, die sie teilweise im Berliner Zoo beobachtet und auf Fotos festgehalten hatte. Die Figuren modellierte sie mithilfe von Drahtgestellen sowie Wachs, Plastilin oder Ton aus dem Gedächtnis. | Maike Steinkamp

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Un-Quadrat rot

Un-Quadrat rot

„Das Schrägelement – der senkrecht und waagrecht beschnittene, schräge Balken – […] ist aus der Diagonalen im Quadrat gewonnen. Daher steht es den Grundlagen und dem Ausgangspunkt absoluter Malerei nahe“, heißt es in Stankowskis Buch „Bildpläne“ (Stuttgart 1979, S. 97). Ein von links unten aufsteigender Schrägbalken sei „Ausdruck von Energie und Antriebskraft“; eine Diagonale vermittele „Erregung, Bewegtheit, Rhythmik und ‚Sensation‘“, unabhängig von ihrer Richtung (S. 99). Der Künstler und Designer Stankowski beschäftigte sich zeitlebens so intensiv mit dem Schrägelement, dass die Form zu einer Art Markenzeichen seiner Kunst wurde – sowohl in freien Arbeiten als auch im Grafikdesign. Sein wohl bekanntester Schrägstrich ist Teil des quadratischen Logos für die Deutsche Bank, das 1973 entstand. Doch bereits zuvor war die Schräge das visuell am ausgiebigsten erforschte Element seines Schaffens – ob in experimentellen Fotografien, Werbecollagen, Funktionsgrafiken, Markendesigns oder freien künstlerischen Arbeiten. Mit „Un-Quadrat“ ließ Stankowski die Schräge zur Bildgestalt werden: Die Leinwand selbst hat als „shaped canvas“ („geformtes Bild“) die aufsteigende Schrägform angenommen. Die Dynamik des Aufstrebens wird durch den Neigungswinkel unterstützt: Statt eines optisch ruhigeren 45-Grad-Winkels, der Diagonale eines Quadrats, wurde hier ein Winkel mit energiegeladenen 55 Grad gewählt. Diesen Kniff hatte Stankowski bereits erfolgreich beim Deutsche-Bank-Logo eingesetzt (dort mit 53 Grad). Der Werktitel „Un-Quadrat“ verweist also einerseits auf die als Bildkörper ausgeformte Leinwand ohne klassische rechte Winkel, andererseits auf das dynamische Ausbrechen der Schräge aus der Quadratdiagonale. | Christina Thomson