Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1959/1960
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Concetto spaziale. NatureRaumkonzept, NaturÜbersetzung: Spatial Concept, Nature
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: variierend, jeweils bis 94 x 102 x 107 cm (Installationsmaße variabel)
- Erwerbung
- 1984 Ankauf von Heinz Kroppen, Düsseldorf, über die Galerie Karsten Greve, Köln, aus Sondermitteln der Stiftung Preußischer Kulturbesitz
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/962770
Objektbeschreibung
Mit „Concetto spaziale. Nature“ (Raumkonzept. Naturen) schuf Fontana 1959/1960 eine Werkgruppe von insgesamt 44 Skulpturen aus Terrakotta, von denen 33 später in Bronze gegossen wurden. Diese Arbeiten stellen einen entscheidenden Punkt in Fontanas künstlerischer Erkundung des Raumes und seiner Auseinandersetzung mit dem Begriff des Nichts dar. Die organisch geformten, kugelartigen Objekte, durchzogen von tiefen Einschnitten und rohen, klaffenden Öffnungen, wirken zugleich archaisch und futuristisch. An seinen Künstlerkollegen Jef Verheyen schrieb Fontana am 5. Oktober 1960 aus Mailand, er sei sehr zufrieden mit seinen Terrakottakugeln, weil es ihm damit gelungen sei, das Nichts darzustellen. Dies sei der Tod der Materie, reine Lebensphilosophie. Die hier besprochene Gruppe besteht aus fünf Kugeln mit einem Durchmesser von je rund einem Meter. Während die „Buchi“-Gemälde durch punktuelle Perforationen der Leinwand gekennzeichnet sind und die „Tagli“ durch präzise Einschnitte, erweitern die „Nature“ dieses Raumkonzept in die Dreidimensionalität und manifestieren sich als körperlich erfahrbarer Raum. Die massiven Sphären mit den Einschnitten und Öffnungen veranschaulichen Fontanas Bestreben, die Grenze zwischen Oberfläche und Raum endgültig aufzulösen und die Vorstellung von unendlichem Raum und Nichts greifbar zu machen. | Catherine Nichols
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
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