02/35
Ident. Nr.: B 117/64
ObjID: obj:962787
1964 erworben durch das Land Berlin
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1964
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 80 x 100 cm
- Erwerbung
- 1964 Ankauf vom Künstler, Berlin, durch das Land Berlin für die Galerie des 20. Jahrhunderts (West)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/962787
Objektbeschreibung
Zwei kurze, dünne Striche ragen in die Bildfläche hinein: ein roter von oben, ein gelber von unten. Nonchalant brechen die leuchtenden Farben das Blauschwarz der Leinwand auf, verankern sie in der Diagonale und bringen zugleich Dynamik ins Spiel. Der gelbe Strich lehnt sich sanft gegen eine Woge dunkelgrauer Pinselspuren, die das Bild wie ein aschenes Ährenfeld füllt. Nur eine Ecke ist ausgespart, um Raum zu schaffen für stempelartige Ziffern links und rechts des roten Strichs, der im Werktitel als Zeichen die Ziffernpaare trennt: „02/35“. In ihrer Kombination aus Abstraktion und Lesbarkeit ist diese Komposition fast sinnbildlich für das Werk des Malers und Zeichners Laabs, in dem figurative Elemente einen festen Platz neben Gegenstandslosem haben, und selbst die abstraktesten Motive oft etwas Entzifferbares behalten. Laabs, der bis 1940 an der Kunstgewerbeschule Stettin studiert hatte, kam nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nach Berlin und blieb fortan eng eingebunden in das Netzwerk der West-Berliner Künstler*innen. 1949 begründete er das surrealistische Kunstkabinett Die Badewanne mit, 1951 die Neue Gruppe Berlin. 1958 gewann er den Preis der Jungen Generation, eine Auszeichnung des Berliner Senats zur Förderung von Nachwuchskunst. Adolf Jannasch, Direktor der senatseigenen Galerie des 20. Jahrhunderts, erwarb 1964 Laabs’ Ölbild „02/35“ für deren Sammlung, die wenig später den Grundstein der Neuen Nationalgalerie bildete. | Christina Thomson
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
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nng@smb.spk-berlin.de