Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1964
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 130 x 130 cm
- Erwerbung
- 1965 Ankauf von der Galerie Springer, Berlin, durch das Land Berlin und die Deutsche Gesellschaft für bildende Kunst e. V. aus Mitteln der Deutschen Klassenlotterie (West)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/963073
Objektbeschreibung
Der polnische Maler, Grafiker, Plakatgestalter und Bildhauer schuf in den frühen 1950er-Jahren Gemälde, die der Ideologie und dem Stil des Sozialistischen Realismus entsprachen. Nach Stalins Tod im Frühjahr 1953 gab er diese Tendenz auf und wandte sich der abstrakten Malerei zu. Gleichzeitig war er einer der Mitbegründer der polnischen Plakatschule. Fangor experimentierte mit den Genres und überschritt immer wieder ihre Grenzen. So stellte er 1958 – zusammen mit Stanisław Zamecznik – ein bahnbrechendes „Studium eines Raums“ vor, das erste Environment in Polen. Alles in der Galerie wurde Teil der Ausstellung: Fangors Gemälde wurden an den Wänden aufgehängt und standen auf Staffeleien, wodurch visuelle Verbindungen unter den Werken und zu ihrer Umgebung entstanden. 1961 verließ der Künstler Polen und hielt sich mit Stipendien in den USA, Deutschland und Großbritannien auf. 1966–1999 lebte er dauerhaft in den USA. In den 1960er- und 1970er-Jahren schuf er abstrakte Gemälde mit Kreismotiven oder Wellen, die der damals neuartigen Op-Art zuzurechnen sind. In seinen Bildern mit Kreisen, zu denen auch „B 16“ gehört, experimentierte Fangor mit dem Konzept des „positiven Illusionsraums“, der die Zentralperspektive der Renaissance konterkarieren. Durch das Spiel der Farben und Formen wollte er bei den Betrachter*innen den Eindruck erwecken, dass sich der Raum diesen entgegenstreckt, anstatt sie in die Tiefe des Bildes zu ziehen. Fangor wurde unter anderem vom optischen Effekt des Nachbildes und dem Blick durch ein Teleskop in den Weltraum inspiriert. | Marta Smolińska
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de