Verschneites Bäumchen
Ident. Nr.: A II 419
ObjID: obj:963308
Kontakt
Einrichtung:
Alte Nationalgalerie
E-Mail:
n/a
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- um 1825/1830
- Provenienz
- Kunsthandlung Hugo Perls, Berlin,
6.8.1924 - Material / Technik
- Öl auf Eichenholz
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 13,3 x 10,7 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/963308
Objektbeschreibung
Die kleine Holztafel wurde 1924 als ein Werk von Caspar David Friedrich erworben, inzwischen aber gilt der Maler des Bildes als unbekannt. Gegen die Urheberschaft Friedrichs spricht, dass keine auf Holz gemalten Gemälde von ihm überliefert sind. Auch das sehr kleine Format ist untypisch für seine Malerei. Die Motive hingegen wie das Nadelbäumchen im Schnee, der dichte Nebel, über dem erst oben der blaue Himmel leuchtet, die schwarzen Vögel, die kaum erkennbar im Dunst schweben, sowie das Grabkreuz rechts unten im Gesträuch erinnern an Friedrichs Werk und lassen einen Künstler aus seinem Umkreis vermuten. Hier kommt möglicherweise Carl Gustav Carus in Betracht. Ein ähnliches Grabkreuz im Schnee ist in dessen Gemälde „Verschneiter Wald mit Steinkreuz“ (1823, Freies Deutsches Hochstift, Frankfurter Goethemuseum) und in dem Bild „Friedhof auf dem Oybin“ (1828, Museum der bildenden Künste Leipzig) dargestellt. Vereinzelt im Vordergrund stehende kahle Bäumchen und Büsche mit expressivem Ausdruck sind, wie in unserem Bild, ebenfalls in Werken von Carus zu finden, so beispielsweise in dem für Goethe gemalten „Tannenwald“ (1820, Klassik Stiftung Weimar, Museen) und in dem bereits erwähnten „Verschneiten Wald mit Steinkreuz“. Zudem hat Carus gelegentlich Holztafeln verwendet und mehrfach sehr kleine Formate gewählt. Der deckende Farbauftrag würde ebenfalls zur Malweise dieses Künstlers passen. | Birgit Verwiebe
Letzte Aktualisierung: 31.03.2026
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Alte Nationalgalerie
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