Blasewitzer Elbbrücke
Ident. Nr.: A IV 51
ObjID: obj:963319
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1935/1936
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Blasewitzer ElbbrückeÜbersetzung: Bridge over the Elbe at Blasewitz
- Geografische Bezüge
- Provenienz
- Nachlass/Vermächtnis: Prof. Lea Grundig, Dresden,
1958–1965 - Material / Technik
- Öl auf Sperrholz
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 67,5 x 88,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/963319
Objektbeschreibung
Grundig schuf zwischen 1928 und 1936 eine ganze Serie symbolhafter Stadtlandschaften, zu denen dieses Gemälde gehört. Ihnen gemein ist eine unheilschwangere, düstere Stimmung, die durch starke Licht- und Schattenwirkungen sowie teils menschlenleere, von Mauern gesäumte Straßen evoziert wird. Auch „Blasewitzer Elbbrücke“ ist bis auf eine Gruppe aus drei eng zusammenstehenden Kindern im Vordergrund menschenleer. Die Kinder fassen sich mit geschlossenen Augen an den Schultern und scheinen innerlich abwesend zu sein. Hinter ihnen erstreckt sich eine gerade, einsame Straße, die an der einen Seite von einer Mauer, an der anderen von der Elbe begrenzt wird. Im Hintergrund sind eine stilisierte Silhouette der Dresdner Innenstadt und die 1893 erbaute Stahlgitterbrücke Blaues Wunder zwischen den Stadtteilen Blasewitz und Loschwitz zu sehen. Wie in anderen Gemälden aus dieser Zeit verweist Grundig mit einer hier noch nicht näher bestimmbaren Symbolik auf die von ihm als Gefahr empfundene politische Situation. In den folgenden Jahren konkretisierte sich das Sinnbildhafte seiner Arbeiten zu einem zunehmend gleichnishaften, visionären Ausdruck. | Maike Steinkamp
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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