Liegender Löwe
Ident. Nr.: B I 658
ObjID: obj:963404
Kontakt
Einrichtung:
Alte Nationalgalerie
E-Mail:
n/a
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1903
- Geografische Bezüge
- Provenienz
- Kauf: Rudolf Mosse,
1903–1920Nachlass/Vermächtnis: Erben nach Rudolf Mosse,
1920–1945Magistrat von Berlin,
nach 1945 - 1951Überweisung: Nationalgalerie, Berlin,
1949Schenkung: Nationalgalerie, Berlin,
1951Restitution: Erben der Sammlung Mosse,
2015–2016Kauf: Nationalgalerie,
02.09.2016 - Material / Technik
- Kalkstein
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 100 x 260 x 80 cm (mit Plinthe)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/963404
Objektbeschreibung
Wachen Blickes schaut der ruhig lagernde Löwe in die Ferne, ein Wächter-, doch kein Wappentier, an dem die hieratische Gesamtanlage und die summarische Formenstrenge an die um 1900 als archäologische Bezugsgröße von Künstlern hochgeschätzte ägyptische Kunst erinnern. Er ist aus einem ungewöhnlich großen, homogenen Kalksteinblock herausgearbeitet. Die Härte des Gesteins korrespondiert mit der großflächig-großformigen Behandlung der Oberfläche. Gaul hat die Steinbearbeitung, "eine mehr als jahrelange Steinmetzarbeit" (Kunst und Künstler 2, 1903/04, S. 94), im wesentlichen eigenhändig nach einem nicht in allen Details ausgeführten Modell vorgenommen. Der "Liegende Löwe" entstand als Auftragsarbeit des führenden Berliner Zeitungsverlegers, Kunstsammlers und Mäzen Rudolf Mosse für die Eingangshalle des Palais Mosse am Leipziger Platz 15. Heute ziert er die Eingangshalle der James-Simon-Galerie und erinnert an die Enteignung der Verlegerfamilie Rudolf Mosse. Die Skulptur gehörte zu der Kunstsammlung, die der Familie Lachmann-Mosse durch die Nationalsozialisten entzogen worden war. Das Werk wurde 2015 restituiert und konnte 2016 mit einer Bundeszuwendung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie einem Förderzuschuss der Kulturstiftung der Länder für die Nationalgalerie zurückerworben werden. | Bernhard Maatz, Yvette Deseyve
Letzte Aktualisierung: 15.12.2025
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Alte Nationalgalerie
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