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Denkmal für einen spanischen Kommunisten

Ident. Nr.: NG 10/13

ObjID: obj:963494

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Hans Peter Alvermann (1931 - 2006),
Künstler*in
Datierung
1965
Weitere Titel
Sammlungstitel: Denkmal für einen spanischen Kommunisten
Übersetzung: Memorial for a Spanish Communist
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 80 x 109 x 70 cm
Erwerbung
1979 Schenkung des Künstlers, Düsseldorf

Objektbeschreibung

Im Spanischen Bürgerkrieg 1936–1939 kämpften Sozialisten und Kommunisten für die gewählte republikanische Regierung gegen die im Lager des Putschisten Francisco Franco zusammengeschlossenen Rechten, Faschisten und Konservativen. Die Erinnerung an die Niederlage der Republikaner und die Ehrung der Kämpfer wurde in der DDR ab den 1960er-Jahren vermehrt gepflegt. Der Krieg wurde in Kino- und Fernsehfilmen thematisiert, und deutsche Interbrigadisten wurden für ihren Einsatz an der Seite der spanischen Republikaner geehrt. Vor diesem Hintergrund war es naheliegend, dass Alvermanns „Denkmal für einen spanischen Kommunisten“ in seiner Einzelausstellung 1979 in der DDR gezeigt wurde. Auf einem Damenschreibtisch mit Schublade ist eine menschengroße Puppe wie eine Leiche mit einem Tuch bedeckt aufgebahrt, die Beine ragen über die Tischkante hinaus. Es wäre eine ernsthafte Verkörperung der Opfer, stünde auf dem Tuch nicht das römisch-katholische Dogma „EXTRA ECCLESIAM NULLA SALUS“: „Außerhalb der Kirche kein Heil“. Nach seinem Tod wird der Kommunist von der Kirche eingeholt und für die eigene Sache reklamiert. Alvermanns Werk reflektiert gewissermaßen die damalige Lage in Spanien, wo unter dem Franco-Regime die katholische Kirche das politische, gesellschaftliche und kulturelle Leben dominierte. Als einzige der 13 auf der Einzelausstellung gezeigten Assemblagen Alvermanns wurde dieses „Denkmal“ im Jahr 1982 erneut ausgestellt. | Emily Joyce Evans

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Aufstehendes Pferd

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Das ehemals im Besitz des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung in Berlin befindliche „Aufstehende Pferd“ aus lebhaft strukturiertem rot-schwarzen Lahnmarmor steht exemplarisch für Graevenitz’ Schaffen, dessen künstlerisch erfolgreichste Phase in die Zeit des Nationalsozialismus fiel. Ab 1937 leitete er die Bildhauerklasse sowie – mit einigen Unterbrechungen aus gesundheitlichen Gründen – vom selben Jahr bis 1945 die Kunstakademie in Stuttgart als Direktor. Beim vorliegenden Werk hat von Graevenitz offenbar das Zugleich von noch ruhendem Pferdekörper und sich bereits in Bewegung setzenden Vorderbeinen samt sich aufbäumendem Kopf bildhauerisch gereizt, variierte er das Thema doch mehrfach: so etwa in der monumentalen Travertinskulptur „Aufstehendes Pferd“ von 1934/1935 für den Garten des Robert-Bosch-Krankenhauses Stuttgart oder in seinem 1934 möglicherweise im Zusammenhang mit der Ausgestaltung des Berliner Olympiageländes entstandenen Entwurf „Pferd in Wellen“ (Verbleib unbekannt). Das heute als Dauerleihgabe in der Stiftung Fritz von Graevenitz in Solitude bei Stuttgart befindliche „Aufstehende Pferd“ aus dem Bestand der Nationalgalerie war von Graevenitz’ bildhauerischer Beitrag auf der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ 1937 im Münchner Haus der Deutschen Kunst; es wurde 1938 auch unter dem Titel „Leżący koń“ (Liegendes Pferd) auf der Propagandaschau „Deutsche Bildhauer der Gegenwart“ in Warschau und Krakau gezeigt. | Yvette Deseyve

Un-Quadrat rot

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