Porträt Heinrich Tessenow
Ident. Nr.: B 58
ObjID: obj:963497
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1929
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Porträt Heinrich TessenowÜbersetzung: Portrait of Heinrich Tessenow
- Geografische Bezüge
- Provenienz
- Heinrich Tessenow, Berlin,
1933–1950Nachlass/Vermächtnis: Hans Joachim und Hede Schneider, Berlin,
1950–1951Kauf: Galerie des 20. Jahrhunderts, Berlin (West),
1951–1968 - Material / Technik
- Bronze
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 61 x 25 x 30 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/963497
Objektbeschreibung
1929 fertigte Scharff das Bronzeporträt des Architekten Heinrich Tessenow (1876–1950), den er vermutlich im Berliner Professorenumfeld kennengelernt hatte: Tessenow lehrte seit 1926 an der Technischen Hochschule, Scharff seit 1923 an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst. Vermutlich direkt nach dem Entstehen der Büste, jedoch nachweislich vor 1933, erwarb der Architekt sein Bildnis, das nach seinem Tod an die Erben überging. Tessenow hatte sich intensiv mit sozialem Wohnungsbau beschäftigt, nahm 1931 am Wettbewerb zur Umgestaltung der Neuen Wache in Berlin teil und plante die Innengestaltung des Stadtbades in der Gartenstraße, Berlin-Mitte (1929/1930). Scharffs Bildnis hat eine glatte Oberfläche, zeigt jedoch das bereits schüttere Haar und die Lachfalten des Porträtierten. Tessenow und Scharff fielen beide während der NS-Zeit in Ungnade. Ersterer wurde 1941 emeritiert, setzte aber als 71-Jähriger 1947 seine Lehrtätigkeit fort. An Scharff erging die Aufforderung, aus der Preußischen Akademie der Künste auszutreten, man schloss ihn jedoch nicht aus. 1933 wurde er nach Düsseldorf zwangsversetzt, 1939 vorfristig in den Ruhestand geschickt. Im Zuge der Aktion „Entartete Kunst“ fielen Werke Scharffs Beschlagnahmungen in der Nationalgalerie und anderen deutschen Museen anheim. | Emily Joyce Evans
Letzte Aktualisierung: 09.01.2026
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