Konkretes Relief
Ident. Nr.: FNG 5/79
ObjID: obj:963507
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1916-1923
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Konkretes ReliefOriginaltitel: Relief concretÜbersetzung: Concrete Relief
- Provenienz
- Schenkung: Sammlung Hannah Höch, Berkub,
um 1923 - 1978Nachlass/Vermächtnis: Nachlass Hannah Höch,
1978–1979 - Material / Technik
- Holz, polychrom gefasst
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 21,4 x 27,7 x 7 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/963507
Objektbeschreibung
Ähnlich wie das „Konkrete Relief“ von 1916/1917 (FNG 3/79) setzt sich die gleichnamige Arbeit von 1916/1923 aus verschiedenen organisch geformten farbigen Holzplatten zusammen. Die einzelnen Teile, für die Arp Schablonen gefertigt hatte, ließ er von einem Schreiner schneiden. Auf die Idee kam es an, nicht auf die handwerkliche Ausführung, denn man erkenne den guten Maler daran, „daß er seine Bilder nach telefonischen Angaben beim Tischer bestellte“ (Alexander Partens [Arp], Dada-Kunst, 1919, in: Richard Huelsenbeck [Hrsg.], Dada-Almanach, Berlin 1920, S. 89). Das Zusammensetzen und Verschrauben der einzelnen Teile übernahm Arp indes selbst. Die Formen wecken, obwohl abstrakt, oft Assoziationen an Zweige oder Blätter, auch Ovale erscheinen in seinen Werken – wie in diesem Relief – wiederholt. Insbesondere Letztere, die für den Nabel stehen, waren für Arp Ausgangspunkt und Maß seiner Kunst und begleiteten ihn durch seine gesamte Schaffenszeit – eine Urform, aus der sich nach Arp alle anderen Formen entwickelten. Dieser Formenwandel setzte sich auch nach der vermeintlichen Vollendung eines Werkes fort: durch variable Möglichkeiten der Präsentation oder die Veränderung einzelner Formen oft noch Jahre später. „Konkretes Relief“ hing – als Hochformat – Mitte der 1920er-Jahre im Atelier von Hannah Höch, in dem es womöglich auch entstanden war. 1968 berichtete die Künstlerin: „[…] 1923 lernten wir uns näher kennen. Er arbeitete auch in meinem Atelier. Er machte zu der Zeit auch bei mir diese wunderschönen, zartfarbigen Relief-Plastiken“ (zit. nach Hans Ohff, Hannah Höch, Berlin [West] 1968, S. 27). | Maike Steinkamp
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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Neue Nationalgalerie
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