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Wattenmeer

Ident. Nr.: A IV 228

ObjID: obj:963544

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Theodor Rosenhauer (1901 - 1996),
Künstler*in
Datierung
1955
Weitere Titel
Sammlungstitel: Wattenmeer
Übersetzung: The Wadden Sea
Provenienz
Botschaft der Deutschen Demokratischen Republik, Moskau,
383716
Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der DDR,
1969
Material / Technik
Öl auf Leinwand
Abmessungen
Höhe x Breite: 90 x 115 cm
Erwerbung
1969 Übereignung des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten der DDR

Objektbeschreibung

Im Sommer 1955 ermöglichte Rosenhauers in Dresden geborener Jugendfreund Horst Bentz, nun Inhaber der Melitta-Werke Bentz & Sohn in Minden, dem Maler einen längeren Aufenthalt an der Nordsee. Rosenhauer kam in Varel in einem Zweigwerk der Firma unter und erkundete von dort die ostfriesische Küste. Es entstanden in diesen Wochen Ansichten von Fischkuttern in Greetsiel und in Hooksiel sowie diese Ansicht des Wattenmeeres. Sehr selten hat Rosenhauer reine Landschaften gemalt, die, wie hier, kaum vom Menschen geprägt sind. Nur die Holzpfähle im Vorder- und rechts im Mittelgrund zeugen von solchen Eingriffen. Die Wirkung des auf Weiß, Blau und Braun gestimmten Bildes beruht auf dem vielfältigen Gegensatz zwischen den geschlängelten Wasserläufen, den Prielen, in denen sich der stark bewölkte Himmel spiegelt, und den erdfarben und beige changierend, freiliegenden Sandbänken. Die Kostbarkeit der Arbeit liegt im genauen Erfassen des Sichtbaren, das in Malerei überführt ist. Weder naturalistische noch symbolistische Züge, auch keine Dramatik sind dem Werk eigen. Rosenhauer kommt es weniger auf die Bewegung des Wassers an, die stete, wenn auch langsame Veränderung, sondern er zeigt Stille, zuständliches Dasein in einem Gefüge von Farben. Der Maler hielt sich danach nicht wieder an der Nordsee auf, aber bis in die 1970er-Jahre hinein unternahm er Sommerreisen an die Ostsee, vorzugsweise nach Rügen und Hiddensee. | Angelika Wesenberg

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Aufstehendes Pferd

Aufstehendes Pferd

Das ehemals im Besitz des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung in Berlin befindliche „Aufstehende Pferd“ aus lebhaft strukturiertem rot-schwarzen Lahnmarmor steht exemplarisch für Graevenitz’ Schaffen, dessen künstlerisch erfolgreichste Phase in die Zeit des Nationalsozialismus fiel. Ab 1937 leitete er die Bildhauerklasse sowie – mit einigen Unterbrechungen aus gesundheitlichen Gründen – vom selben Jahr bis 1945 die Kunstakademie in Stuttgart als Direktor. Beim vorliegenden Werk hat von Graevenitz offenbar das Zugleich von noch ruhendem Pferdekörper und sich bereits in Bewegung setzenden Vorderbeinen samt sich aufbäumendem Kopf bildhauerisch gereizt, variierte er das Thema doch mehrfach: so etwa in der monumentalen Travertinskulptur „Aufstehendes Pferd“ von 1934/1935 für den Garten des Robert-Bosch-Krankenhauses Stuttgart oder in seinem 1934 möglicherweise im Zusammenhang mit der Ausgestaltung des Berliner Olympiageländes entstandenen Entwurf „Pferd in Wellen“ (Verbleib unbekannt). Das heute als Dauerleihgabe in der Stiftung Fritz von Graevenitz in Solitude bei Stuttgart befindliche „Aufstehende Pferd“ aus dem Bestand der Nationalgalerie war von Graevenitz’ bildhauerischer Beitrag auf der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ 1937 im Münchner Haus der Deutschen Kunst; es wurde 1938 auch unter dem Titel „Leżący koń“ (Liegendes Pferd) auf der Propagandaschau „Deutsche Bildhauer der Gegenwart“ in Warschau und Krakau gezeigt. | Yvette Deseyve

Un-Quadrat rot

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