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Das Wiedersehen (Thomas und Christus)

Ident. Nr.: NG 27/61

ObjID: obj:963724

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Ernst Barlach (1870 - 1938),
Künstler*in
Datierung
1926 (Guss vermutlich nach 1945)
Weitere Titel
Sammlungstitel: Das Wiedersehen (Thomas und Christus)
Übersetzung: Meeting Again (Thomas and Christ)
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 48 x 20,5 x 12,5 cm
Höhe x Breite x Tiefe: 48 x 20,5 x 12,5 cm (inkl. Plinthe)
Erwerbung
1961 Geschenk von Walter Horn, Berlin

Objektbeschreibung

1926 schuf Barlach die große Fassung der Skulptur „Das Wiedersehen“ zunächst in Holz (WVZ Laur 2006, 392). Erste Bronzegüsse des kleinen Gipsmodells, ebenfalls von 1926, entstanden 1930 im Auftrag der Galerie Flechtheim, Berlin. Nach 1945 stellte die Gießerei Noack im Auftrag der Barlach-Nachlassverwaltung weitere Bronzegüsse nach dem in Güstrow beschädigt erhalten gebliebenen Modell her. Zu diesen zählt vermutlich auch das vorliegende Exemplar, das zu den Geschenken von 1961 gehört, welche die seinerzeit in Schloss Charlottenburg neu eingerichtete Nationalgalerie (West) anlässlich der Ausstellung „Die Nationalgalerie und ihre Stifter. Zum 100-jährigen Bestehen der Nationalgalerie“ erhielt. Die erste Ausführung in Holz war in zeitlicher Nähe zum „Schwebenden“ (1927), Barlachs „Güstrower Ehrenmal“ im Dom der Stadt, entstanden. Heinrich Reifferscheid, der Direktor des Landesmuseums Schwerin, der die Plastik ankaufte, betonte im März 1927 in den „Mecklenburgischen Monatsheften“, dass der Künstler nicht die geläufige biblische Szene dargestellt habe, „vielmehr hat sich Barlach das schwierige seelische Problem gestellt, einen Moment höchster dramatischer Spannung zu bildhaftem Ausdruck zu bringen: der schlichte Fischer hat in dem totgeglaubten Meister seinen Herrn und seinen Gott erkannt“ (zit. nach Ernst Barlach. Werke und Werkentwürfe aus fünf Jahrzehnten, Band 1: Vorworte, Einleitung. Plastik 1894–1937, Ausst.-Kat., Berlin, 1981, S. 84). | Angelika Wesenberg

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Bogenschützen

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Vier gespannte Bogen mit Pfeilen sind in dem nahezu abstrakt wirkenden Gemälde zu erkennen, auch die Körper der Bogenschützen und ihrer Pferde. Die Pfeile zielen auf ein Wildtier, das sich – offenbar schon getroffen, durchlöchert und blutend – auf dem Rücken wälzt. Wiederhold hat seine Bildidee in eine überbordende ornamentale Komposition übersetzt. Deren Farb- und Formfülle sowie das Motiv könnten ein ferner Reflex sein auf das 1909 entstandene „Bild mit Bogenschützen“ (The Museum of Modern Art, New York), das Wassily Kandinsky 1912 der Luxus- und Museumsausgabe des Almanachs „Der Blaue Reiter“ als handkolorierten Holzschnitt eingefügt hatte. In Wiederholds Gemälde verschmelzen Elemente von Futurismus, Orphismus, Art déco, russischer Folklore und Theater. Der als Ernst Walther Wiederhold geborene Künstler hatte 1924 ein Studium bei Cesar Klein in dessen Atelierklasse für dekorative Malerei und Bühnengestaltung an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin begonnen. Bereits im Juli 1925 erhielt er eine Einzelausstellung in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm. Stilistische Einflüsse für die „Bogenschützen“ dürften von im „Sturm“ vertretenen Künstlern ausgegangen sein, etwa von Robert Delaunay, Alexandra Exter, Michael Larionow oder der Werkstatt Hablik-Lindemann. Auch die theaterbezogenen Arbeiten von Léon Bakst, Fortunato Depero und Gino Severini hat Wiederhold vermutlich gekannt. Als durch den Nationalsozialismus die Verdienstmöglichkeiten für ihn entfielen, gab er sein künstlerisches Schaffen auf, ließ sich zum Buchhändler ausbilden und blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg bei diesem Beruf. | Dieter Scholz

Bauer, Weihwasser nehmend

Bauer, Weihwasser nehmend

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