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Frau in gelbem Pelz

Ident. Nr.: B 601

ObjID: obj:963761

1963 erworben durch das Land Berlin
n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Leo von König (1871 - 1944),
Künstler*in
Datierung
1925
Weitere Titel
Sammlungstitel: Frau in gelbem Pelz
Übersetzung: Woman Wearing a Yellow Fur
Provenienz
im Besitz des Künstlers,
1925–1944
Nachlass/Vermächtnis: Anna von König (Witwe des Künstlers),
1944–1963
Kommission: Galerie Wolfgang Gurlitt, München,
1963
Kauf: Galerie des 20. Jahrhunderts, Berlin (West),
1963–1968
Material / Technik
Öl auf Leinwand
Abmessungen
Höhe x Breite: 75 x 61,3 cm
Erwerbung
1963 Ankauf von der Galerie Wolfgang Gurlitt, München, durch das Land Berlin für die Galerie des 20. Jahrhunderts (West)

Objektbeschreibung

1920 hatte sich der Künstler von Mathilde Tardif (vgl. „Am Frühstückstisch“, A II 459) getrennt und noch im selben Jahr seine Schülerin Anna von Hansemann (1897–1992) geheiratet. Dieses Bildnis der zweiten Frau des Malers befand sich lange vor seinem Erwerb schon einmal in der Nationalgalerie: 1931 hatte Ludwig Justi es für die Leo-von-König-Ausstellung im Kronprinzen-Palais ausgewählt. Aus dem Besitz der Dargestellten wurde das Porträt 1963 über die Galerie Wolfgang Gurlitt für die West-Berliner „Galerie des 20. Jahrhunderts“ angekauft. „Soeben habe ich mit Frau von König, der Witwe Leo von Königs, gesprochen und veranlasst, dass Ihnen die drei Bilder – Bildnisse der Frau von Königs – von denen sie u. U. eines für einen Ankauf für Ihre Galerie auswählen wollen, zugesandt werden“ (Wolfgang Gurlitt an Adolf Jannasch, 27.5.1963, SMB-ZA, II/VA 15875). Dass für die Ausstellung 1931 wie für den Erwerb 1963 gerade dieses Porträt ausgesucht wurde, liegt wohl an dem titelgebenden, brillant gemalten Pelz, der dem Bild Helligkeit, ja Lebendigkeit verleiht, trotz der zurückhaltenden Miene der Dargestellten in ihrem beengten Bildraum. Reinhold Schneider, ein enger Freund der Familie, schrieb 1936 über das Werk: „Die Lichtfülle, die der Pelz aussendet wie mit eigener Leuchtkraft, verstärkt noch den Ernst der Züge, des Blicks“ (Reinhold Schneider, Gestalt und Seele. Das Werk des Malers Leo von König, Leipzig 1936, S. 22). | Angelika Wesenberg

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Aufstehendes Pferd

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Das ehemals im Besitz des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung in Berlin befindliche „Aufstehende Pferd“ aus lebhaft strukturiertem rot-schwarzen Lahnmarmor steht exemplarisch für Graevenitz’ Schaffen, dessen künstlerisch erfolgreichste Phase in die Zeit des Nationalsozialismus fiel. Ab 1937 leitete er die Bildhauerklasse sowie – mit einigen Unterbrechungen aus gesundheitlichen Gründen – vom selben Jahr bis 1945 die Kunstakademie in Stuttgart als Direktor. Beim vorliegenden Werk hat von Graevenitz offenbar das Zugleich von noch ruhendem Pferdekörper und sich bereits in Bewegung setzenden Vorderbeinen samt sich aufbäumendem Kopf bildhauerisch gereizt, variierte er das Thema doch mehrfach: so etwa in der monumentalen Travertinskulptur „Aufstehendes Pferd“ von 1934/1935 für den Garten des Robert-Bosch-Krankenhauses Stuttgart oder in seinem 1934 möglicherweise im Zusammenhang mit der Ausgestaltung des Berliner Olympiageländes entstandenen Entwurf „Pferd in Wellen“ (Verbleib unbekannt). Das heute als Dauerleihgabe in der Stiftung Fritz von Graevenitz in Solitude bei Stuttgart befindliche „Aufstehende Pferd“ aus dem Bestand der Nationalgalerie war von Graevenitz’ bildhauerischer Beitrag auf der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ 1937 im Münchner Haus der Deutschen Kunst; es wurde 1938 auch unter dem Titel „Leżący koń“ (Liegendes Pferd) auf der Propagandaschau „Deutsche Bildhauer der Gegenwart“ in Warschau und Krakau gezeigt. | Yvette Deseyve

Un-Quadrat rot

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