Fuendetodos
Ident. Nr.: NG 28/75
ObjID: obj:964026
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1974
- Geografische Bezüge
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 215 x 350 x 185 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/964026
Objektbeschreibung
Paolozzis Bekanntheit in den 1970er-Jahren beruhte insbesondere auf seinen eigenwilligen Skulpturen wie „Fuendetodos“, benannt nach einer nordspanischen Gemeinde in der Provinz Saragossa, dem Geburtsort des Malers Francisco de Goya. Die Skulptur, die Paolozzi während seines DAAD-Stipendiums in West-Berlin (1974–1975) schuf, stand ab 1975 nach einer Einzelausstellung des Künstlers in der Neuen Nationalgalerie mit Skulpturen, Zeichnungen und Collagen für einige Jahre auf der Terrasse vor dem Museumseingang. „Fuendetodos“ knüpft an eine experimentell-abstrakte Werkphase in den 1960er-Jahren an, in der sich Paolozzi auf Aluminiumplastiken fokussierte. Diese ließ er in Zusammenarbeit mit der Industriebaufirma C. W. Juby’s Alpha Engineering Works in Ipswich (UK) fertigen. Ab 1963 verwendete er ein nicht-korrosives Aluminium aus der Luftfahrindustrie, das er lackierte oder überstrich. Seine befremdlichen Gebilde stehen der Minimal Art nahe. In ihrer glänzenden Materialität konzentrieren sie sich auf die Interaktion mit Licht und dem städtebaulichen Umfeld. Bei „Fuendetodos“ ist dieselbe Rhombenform in dreifacher Reihung in einem vor- und zurückspringenden Ablauf montiert. Der kompaktere Mittelbereich basiert wie die obere und untere Schicht auf einer seriellen, dabei unsystematisch wiederholten Anordnung der Formen, sodass ein Rhythmus von Volumen und Leere entsteht. Möglicherweise sollen Komposition und Formwahl an die Eiskeller Saragossas erinnern, einfache runde, tief ausgeschachtete Steinhütten, in denen Eisblöcke gelagert wurden. | Uta Caspary
Letzte Aktualisierung: 10.11.2025
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Neue Nationalgalerie
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