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Mädchen mit Rose (Entwurf zum Grabmal Krüger)

Ident. Nr.: B III 299

ObjID: obj:964837

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Karl Albiker (1878 - 1961),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1931
Weitere Titel
Sammlungstitel: Mädchen mit Rose (Entwurf zum Grabmal Krüger)
Übersetzung: Girl with Rose (model for Krüger's tomb)
Geografische Bezüge
Provenienz
im Besitz des Künstlers,
1961
Nachlass/Vermächtnis: Carl Albiker, Ettlingen,
1961–1989
Material / Technik
Gips
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 51,8 x 16 x 12,5 cm
Erwerbung
1989 Schenkung von Carl Albiker, dem Sohn des Künstlers, Ettlingen

Objektbeschreibung

„Mädchen mit Rose“ ist der Gipsentwurf der 1,68 Meter großen Sandsteinausführung für das Grabmal Krüger auf dem Trinitatis-Friedhof in Dresden, das heute nicht mehr existiert. Die junge, marienhaft dargestellte Frau ist mit einem eng anliegenden, knöchellangen antikisierenden Gewand bekleidet. Ihre frontale Haltung bei gleichzeitig nach links gewendetem Kopf bringt eine leichte Spannung in die Figur. Sie fasst sich mit der rechten Hand an das über Arme, Schulter und Kopf gelegte Tuch, während die zum Teil abgebrochene Linke eine Rose hielt – insgesamt ist das Gipsmodell in einem sehr schlechten Zustand. Die Rose symbolisiert in der christlichen Ikonografie Maria, die ewige Liebe, Schönheit und Reinheit, aufgrund ihrer Dornen aber auch Leid und Schmerz. 1939 wurde die Figur auf der zu Lebzeiten umfangreichsten Ausstellung von Albikers Werken in der Kunsthalle Mannheim gezeigt. Die Skulptur steht für Albikers zwiespältige Rolle in der NS-Zeit: Einerseits war er diversen Anfeindungen und Vorwürfen ausgesetzt und wurde 1933 seines Amtes als Juror der Badischen Secession enthoben. Andererseits trat er im Mai desselben Jahres der NSDAP bei, behielt so seine Professur an der Dresdner Akademie, und 1943 wurde ihm auf Vorschlag des Architekten Wilhelm Kreis mit der Goethe-Medaille eine offizielle Auszeichnung des NS-Regimes verliehen. Dennoch war die spärlich, sodass er sich über private Aufträge finanzieren musste (vgl. „Frau mit Tuch“, B III 304). | Uta Caspary

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Die Statue scheint 1909 für einen mehrfigurigen Brunnen konzipiert worden zu sein, was den Titel „Badende“ erklärt. Um 1910 wurde jedoch nur eine einzelne Bronzefigur hergestellt, die an der Fassade eines 1910/1911 errichteten Miets- und Geschäftshauses in der Hardenbergstraße 1 in Berlin-Charlottenburg ihre Aufstellung fand. Der Eigentümer dieses „Haus am Knie“ genannten Gebäudes und damit auch der Figur war der Architekt und Immobilienunternehmer Arthur Vogdt. Die Fassade hatte der junge Bruno Taut entworfen. Die Statue stand auf einem hohen Sockel am Eingang des Hauses; ihre auffallende Drehung war auf diesen Standort abgestimmt. Wegen eines Schreibens des Bildhauers Richard Scheibe wurde die Figur früher auf 1904/1905 datiert; das trifft jedoch genauso wenig zu wie die Datierung um 1906 (Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786–1914, Ausst.-Kat. Skulpturengalerie der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin, 1990, Nr. 124). Die Angabe „um 1910“ dagegen entspricht der Bauzeit des Hauses. Damals schuf Kolbe auch eine große Frauenstatue nach dem Modell der späteren Bildhauerin Renée Sintenis (Georg Kolbe, 1877–1947, Ausst.-Kat. Georg Kolbe Museum, Berlin, 1997, Abb. S. 27). Wegen der Proportionen, der aufgerichteten Haltung und des herben Gesichts dürfte die „Badende“ nach demselben Modell entstanden sein. Im Zweiten Weltkrieg wurde das „Haus am Knie“ zerstört. Die Statue gelangte in den Besitz von Kurt Reutti, der zahlreiche Kunstwerke aus Berliner Kriegsruinen rettete. 1957 war die Bronze eine der ersten Erwerbungen für die Nationalgalerie (West). | Ursel Berger

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