IX
Ident. Nr.: B 1027
ObjID: obj:965096
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1966
- Material / Technik
- Tempera auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 170 x 170 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/965096
Objektbeschreibung
Das Ziel der von Vasarely maßgeblich mit entwickelten Op-Art war es, auf statischen Bildflächen die Vorstellung von Bewegung zu erzeugen. Durch Wiederholung und Veränderung einfacher Farb- und Formelemente wird die Wahrnehmung gezielt irritiert. In seiner Komposition „IX“ lässt Vasarely die charakteristische Vibration durch die Kombination von Rauten und Quadraten entstehen, durch den Wechsel zwischen Gelb und Silbergrau sowie durch Abschattierungen, die zur Hell-Dunkel-Umkehr führen. Raute und Quadrat sind auch Bestandteile von Vasarelys „Plastischem Alphabet“: Sechs geometrische Grundformen (Quadrat, Kreis, Ellipse, Rechteck, Raute, Dreieck) und sechs Grundfarben lassen sich durch Permutation zu 46.656 nicht identischen Zusammensetzungen kombinieren. Angesichts der modernen Massengesellschaft sah der Künstler darin eine Möglichkeit, Individualität zu thematisieren. Dieser Gedanke gehörte zum sozialen Ansatz seiner Kunsttheorie, den er auch damit verfolgte, dass er viele seiner Schöpfungen in hohen Auflagen drucken ließ, um seine Kunst für alle erschwinglich zu machen. Die preisgünstigen Multiples steigerten seine Popularität immens, führten aber dazu, dass Vasarely schließlich mehr als Dekorateur denn als ernstzunehmender Künstler galt. Jedoch bleibt das Gemälde „IX“ eine „Komposition, die zu den ausgewogensten und stillsten von Vasarely zählt, geheimnisvoll trotz ihrer kühlen seriellen Struktur“. (Werner Haftmann, Neuerwerbungen der Nationalgalerie im Jahre 1970, in: Jahrbuch Preußischer Kulturbesitz, Bd. 8, 1970, S. 253) | Dieter Scholz
Letzte Aktualisierung: 08.06.2026
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Neue Nationalgalerie
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nng@smb.spk-berlin.de