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Kleiner Elefant

Ident. Nr.: B I 576

ObjID: obj:965147

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Alexander Fischer (1903 - 1981),
Künstler*in
Datierung
vor 1935
Weitere Titel
Sammlungstitel: Kleiner Elefant
Übersetzung: Small Elephant
Geografische Bezüge
Provenienz
im Besitz des Künstlers,
1935
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 10 x 14,5 x 7,5 cm
Erwerbung
1935 Ankauf vom Künstler, München

Objektbeschreibung

Bereits zum Studium war Fischer, der aus Nürnberg stammte, nach München gezogen. Hier stellte er mit der Neuen Secession aus. Der Künstler schuf hauptsächlich Tierplastiken. 1935 heiratete er Ludmilla Pongratz, die ebenfalls als Bildhauerin tätig war. Im selben Jahr wurde Fischers „Kleiner Elefant“ von der Nationalgalerie aus einer Auswahl von sieben Tierbronzen ausgesucht und erworben. Dort befand sich damals eine weitere Skulptur des Künstlers als Leihgabe: die eines wiehernden Pferdes (SMB-ZA, I/NG 473, Bl. 221). | Emily Joyce Evans

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Un-Quadrat rot

Un-Quadrat rot

„Das Schrägelement – der senkrecht und waagrecht beschnittene, schräge Balken – […] ist aus der Diagonalen im Quadrat gewonnen. Daher steht es den Grundlagen und dem Ausgangspunkt absoluter Malerei nahe“, heißt es in Stankowskis Buch „Bildpläne“ (Stuttgart 1979, S. 97). Ein von links unten aufsteigender Schrägbalken sei „Ausdruck von Energie und Antriebskraft“; eine Diagonale vermittele „Erregung, Bewegtheit, Rhythmik und ‚Sensation‘“, unabhängig von ihrer Richtung (S. 99). Der Künstler und Designer Stankowski beschäftigte sich zeitlebens so intensiv mit dem Schrägelement, dass die Form zu einer Art Markenzeichen seiner Kunst wurde – sowohl in freien Arbeiten als auch im Grafikdesign. Sein wohl bekanntester Schrägstrich ist Teil des quadratischen Logos für die Deutsche Bank, das 1973 entstand. Doch bereits zuvor war die Schräge das visuell am ausgiebigsten erforschte Element seines Schaffens – ob in experimentellen Fotografien, Werbecollagen, Funktionsgrafiken, Markendesigns oder freien künstlerischen Arbeiten. Mit „Un-Quadrat“ ließ Stankowski die Schräge zur Bildgestalt werden: Die Leinwand selbst hat als „shaped canvas“ („geformtes Bild“) die aufsteigende Schrägform angenommen. Die Dynamik des Aufstrebens wird durch den Neigungswinkel unterstützt: Statt eines optisch ruhigeren 45-Grad-Winkels, der Diagonale eines Quadrats, wurde hier ein Winkel mit energiegeladenen 55 Grad gewählt. Diesen Kniff hatte Stankowski bereits erfolgreich beim Deutsche-Bank-Logo eingesetzt (dort mit 53 Grad). Der Werktitel „Un-Quadrat“ verweist also einerseits auf die als Bildkörper ausgeformte Leinwand ohne klassische rechte Winkel, andererseits auf das dynamische Ausbrechen der Schräge aus der Quadratdiagonale. | Christina Thomson