Bildnis des Malers Ludwig Holthausen
Ident. Nr.: A III 622
ObjID: obj:965374
Kontakt
Einrichtung:
Alte Nationalgalerie
E-Mail:
n/a
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1880
- Provenienz
- Schenkung: Ludwig Holthausen, Düsseldorf (der Dargestellte),
frühestens 1880 - Juli 1888Schenkung: Kunstakademie Düsseldorf,
Juli 1888 - 1.12.1906 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 159 x 115 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/965374
Objektbeschreibung
Peter Janssen zählt neben Eduard von Gebhardt zu den Hauptvertretern der nach-nazarenischen Monumentalmalerei der Düsseldorfer Malerschule. Seit den späten 1860er Jahren schuf er eine Vielzahl von Wandzyklen zur deutschen Geschichte sowie zu religiösen und mythologischen Themen, unter anderem für die Rathäuser in Krefeld, Erfurt und Elberfeld, für die Aulen der Kunstakademie in Düsseldorf und der Universität in Marburg sowie für die Feldherrenhalle im ehemaligen Berliner Zeughaus. Auch für den zweiten Cornelius-Saal der Berliner Nationalgalerie entwarf er allegorischen Wandschmuck. Seine wenigen bekannten Bildnisse entstanden seit den 1880er Jahren. Sie zeigen fast ausnahmslos Maler, die wie Janssen der Düsseldorfer Akademie verbunden waren: Andreas Achenbach, Hugo Crola, Eugen Dücker (alle im Stadtmuseum Düsseldorf) oder Ludwig Holthausen (1807–1890), der als Maler vor allem mit Blumen- und Früchtestilleben Erfolg hatte und langjähriger Inspektor der Düsseldorfer Akademie war. Das Bildnis Holthausens fertigte Janssen »zu Ausstellungszwecken ohne Entgelt« (SMB-ZA, I/NG 1667, Journal-Nr. 1906/2453) und schenkte es erst später dem Dargestellten, der es seinerseits noch zu Lebzeiten der Akademie überwies. Das Bild kennzeichnet eine genaue Beobachtung des Dargestellten bei gleichzeitig fast fotografisch getreuer malerischer Wiedergabe. Janssen, so Karl Scheffler 1912, »hat hier ein breit und lebendig gemaltes Bildnis gegeben. Etwas atelierhaft noch – in der Art des nach rechts gerichteten theatralischen Blicks zum Beispiel –, aber unmittelbar doch angeschaut« (K. Scheffler, Die Nationalgalerie zu Berlin, Berlin 1912, S. 142). Auf Hugo von Tschudis Wunsch hin wurde das Bild von der Kunstakademie Düsseldorf der Nationalgalerie überwiesen. | Regina Freyberger
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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