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Vorzeichnung zur Plastik "on the beach"

Ident. Nr.: NG 4/89

ObjID: obj:965439

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Wilhelm Loth (1920 - 1993),
Künstler*in
Datierung
1968
Weitere Titel
Sammlungstitel: Vorzeichnung zur Plastik "on the beach"
Übersetzung: Preparatory Drawing for the Sculpture "On the Beach"
Material / Technik
Tusche auf Bütten
Abmessungen
Höhe x Breite: 53,5 x 38,3 cm
Erwerbung
1989 Schenkung des Künstlers, Darmstadt

Objektbeschreibung

Der Bildhauer Loth schuf, oftmals in Vorbereitung seiner plastischen Arbeiten, ein umfangreiches zeichnerisches Werk, in dem sich sein Bemühen und Ringen um die Reduktion der Form ablesen lässt. Die Vorzeichnung zu der zwei Jahre später umgesetzten, großformatigen Plastik „on the beach“ (B 1050) behandelt deren Struktur und Aufbau. Die biomorphen Details sind in dieser schnellen Zeichnung nur schemenhaft angedeutet. Vielmehr wird hier deutlich, wie sich die Volumina, aus denen die organischen Formen erwachsen, zueinander verhalten und aufeinander aufbauen. Drei quer gelagerte Quader stapeln sich übereinander, wobei der oberste der kleinste ist und dadurch eine Stufe zu dem mittleren entsteht. Im rechten Winkel hierzu ergänzt diese Anordnung ein weiterer, auf der Schmalseite stehender Quader, der die Höhe der beiden unteren zusammen hat. Eine organisch anmutende, dunkle Form erstreckt sich gleichsam kriechend über die Anordnung und verbindet die einzelnen Teile miteinander. | Sintje Guericke

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Un-Quadrat rot

Un-Quadrat rot

„Das Schrägelement – der senkrecht und waagrecht beschnittene, schräge Balken – […] ist aus der Diagonalen im Quadrat gewonnen. Daher steht es den Grundlagen und dem Ausgangspunkt absoluter Malerei nahe“, heißt es in Stankowskis Buch „Bildpläne“ (Stuttgart 1979, S. 97). Ein von links unten aufsteigender Schrägbalken sei „Ausdruck von Energie und Antriebskraft“; eine Diagonale vermittele „Erregung, Bewegtheit, Rhythmik und ‚Sensation‘“, unabhängig von ihrer Richtung (S. 99). Der Künstler und Designer Stankowski beschäftigte sich zeitlebens so intensiv mit dem Schrägelement, dass die Form zu einer Art Markenzeichen seiner Kunst wurde – sowohl in freien Arbeiten als auch im Grafikdesign. Sein wohl bekanntester Schrägstrich ist Teil des quadratischen Logos für die Deutsche Bank, das 1973 entstand. Doch bereits zuvor war die Schräge das visuell am ausgiebigsten erforschte Element seines Schaffens – ob in experimentellen Fotografien, Werbecollagen, Funktionsgrafiken, Markendesigns oder freien künstlerischen Arbeiten. Mit „Un-Quadrat“ ließ Stankowski die Schräge zur Bildgestalt werden: Die Leinwand selbst hat als „shaped canvas“ („geformtes Bild“) die aufsteigende Schrägform angenommen. Die Dynamik des Aufstrebens wird durch den Neigungswinkel unterstützt: Statt eines optisch ruhigeren 45-Grad-Winkels, der Diagonale eines Quadrats, wurde hier ein Winkel mit energiegeladenen 55 Grad gewählt. Diesen Kniff hatte Stankowski bereits erfolgreich beim Deutsche-Bank-Logo eingesetzt (dort mit 53 Grad). Der Werktitel „Un-Quadrat“ verweist also einerseits auf die als Bildkörper ausgeformte Leinwand ohne klassische rechte Winkel, andererseits auf das dynamische Ausbrechen der Schräge aus der Quadratdiagonale. | Christina Thomson