Der Vater Bruno Cassirers auf dem Totenbett
Ident. Nr.: NG 9/63
ObjID: obj:965612
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1924
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Der Vater Bruno Cassirers auf dem TotenbettÜbersetzung: The Father of Bruno Cassirer on his Deathbed
- Provenienz
- Kauf: Bruno Cassirer, Berlin,
vermutlich 1924 - 1941Beschlagnahmung: Reichkommissar für die Behandlung feindlichen Vermögens und Gestapo,
1941Charlotte Oellerich, Berlin, Neue Schönhauser Str. 16,
1.3.1944Auktion: Wolfgang Gurlitt, Würzburg/Bad-Ausee,
1944 bis 1963 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 48 x 61 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/965612
Objektbeschreibung
Darstellungen konkreter Personen auf dem Totenbett kommen in der Kunst selten vor. Fast immer sind es nahestehende Menschen, die auch in dieser Phase festgehalten sind: Claude Monet malte 1879 seine verstorbene Frau Camille (das Bild heute im Musée d’Orsay, Paris) und registrierte erschrocken, dass er das Spiel von Licht und Schatten auch in diesem Moment beobachtete. Ferdinand Hodler hielt das sich verändernde Gesicht seiner Geliebten Valentine Godé-Darel 1915 als Sterbende und Tote fest (vgl. etwa das Gemälde im Aargauer Kunsthaus, Aarau). Slevogt war 1921 vom plötzlichen Tod seines Freundes Francisco d’Andrade betroffen, er zeichnete ihn auf dem Totenbett und malte seine Aufbahrung (beide Arbeiten im Landesmuseum Mainz, Max Slevogt-Galerie). Wenig Jahre später, 1924, entstand diese Ölskizze des Vaters von Bruno Cassirer, des verstorbenen Kommerzienrats Julius Cassirer (1841–1924), auf dem Totenbett. Wie Monet und Hodler beobachtete der Maler die Veränderungen der Gesichtszüge und der Hautfarbe. Mit dem Verleger Bruno Cassirer (vgl. dessen Porträt, NG 51/61) hatte der Illustrator und Buchkünstler Slevogt die vielfältigsten Kontakte, die bis zu einem privaten Umgang reichten. Das Erinnerungsbild des Malerfreundes verblieb zunächst im Besitz von Bruno Cassirer. | Angelika Wesenberg
Letzte Aktualisierung: 26.05.2026
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