Werft
Ident. Nr.: B 78/32
ObjID: obj:965889
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1957
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: WerftÜbersetzung: Dockyard
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 35 x 65 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/965889
Objektbeschreibung
Die leuchtend rot-orangefarbene Abstraktion einer Werft präsentiert beispielhaft Jaenischs Stil der 1950er-Jahre. In seiner Komposition löst er das Diesseits des Dargestellten in vereinzelte Strukturen auf, die an Schiffsbaukräne einer Hafenanlage erinnern. Diesen Hinweis auf das so nur assoziativ erkennbare Motiv bestätigt der Bildtitel – ein Verfahren, das Jaenisch bereits in seinen frühen Schaffensjahren von Paul Klee übernommen hatte. In Berlin, einem Zentrum der Moderne der 1920er-Jahre, war Jaenisch Mitglied der Novembergruppe und stellte in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm aus, wo er sich von verschiedensten Stilen inspirieren ließ. 1933 betraf ihn wie viele andere Künstler*innen das nationalsozialistische Teilausstellungsverbot; 1940 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen. Dennoch gelang es ihm, seine künstlerische Vielfalt auch in dieser Zeit zu erweitern: Stationiert in Tunesien, Marokko und auf Kreta sowie in nordamerikanischer Kriegsgefangenschaft, entwickelte er die bunte Farbigkeit und Ornamentik, die seine späteren Gemälde prägten. Die abstrakten Formen und intensiven Farben brachte er in der „Werft“ mit seinen Eindrücken vom Leben an der Nordsee zusammen: 1953 hatte Jaenisch das erste Mal die Nordseeinsel Amrum besucht, auf der er sich von da an regelmäßig aufhielt und wo er ab 1964 schließlich dauerhaft lebte. | Anina Gröger
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de