Bildnis Felix Stiemer Verso: Bäume I (Studie, 1916)
Ident. Nr.: A IV 469
ObjID: obj:966030
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1918
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Bildnis Felix Stiemer Verso: Bäume I (Studie, 1916)Übersetzung: Portrait of Felix Stiemer Verso: Trees I (study from 1916)
- Provenienz
- Ursula Baring, Dresden,
1983 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 60 x 45 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/966030
Objektbeschreibung
In Berlin war Felixmüller seit Sommer 1915 durch Herwarth Waldens Zeitschrift „Der Sturm“ und Franz Pfemferts „Die Aktion“ mit künstlerisch und politisch revolutionären Strömungen bekannt geworden. In Dresden lernte er 1916 den in einer Buchhandlung arbeitenden Felix Stiemer (1894–1945) kennen, mit dem er im Jahr darauf die Expressionistische Arbeitsgemeinschaft gründete, später Gruppe 1917 genannt. Im Januar 1918 erschien die erste Nummer ihrer Zeitschrift „Menschen“ in Stiemers neu gegründetem Verlag, in der Felixmüller als „synthetischer Kubist“ bezeichnet wurde, eine Interpretation, die der Künstler selbst bekräftigte: „[…] weil wir Kubisten des Lebens sind“, er forderte „Dynamismus allseitig“ (Conrad Felixmüller, Künstlerische Gestaltung, in: Das Kestner-Buch, Hannover 1919, zit. nach Conrad Felixmüller, Von ihm – über ihn, Düsseldorf 1977, S. 32). Das Bildnis des mit geschlossenen Augen in sich gekehrten, rötlich durchglühten und expressiv kubistisch facettieren Stiemer entspricht ganz dem, was Felixmüller im Sommer 1918 für eine Ausstellung im Nassauischen Kunstverein in Wiesbaden beschrieb: „Unsere Kunst ist Ausdruck unserer Zeit. In der Form sind wir hart, energisch, unerbittlich, vielleicht auch zersplittert, chaotisch mit der Sehnsucht nach Verschmelzung; Gemeinsamkeit. Die Farbe ist elegisch traurig; dabei von transzendentaler Innigkeit und Liebe. Ganz inneres Gesicht gleich der Form und hat nichts mit der Natur schlechthin zu tun. Kann höchstens ihr Symbol sein“ (zit. nach Conrad Felixmüller. Werke und Dokumente, Ausst.-Kat., Nürnberg, 1981, S. 69). | Dieter Scholz
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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