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Homage to the Square: On the way (#818)

Ident. Nr.: NG 45/80

ObjID: obj:966108

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Josef Albers (1888 - 1976),
Künstler*in
Datierung
1959
Material / Technik
Öl auf Masonit
Abmessungen
Höhe x Breite: 101,6 x 101,6 cm
Erwerbung
1980 Schenkung Anni Albers durch die Josef Albers Foundation, Orange (Connecticut, USA)

Objektbeschreibung

Die Werkgruppe „Hommage an das Quadrat“, die Albers 1949 begann und bis zum Ende seiner künstlerischen Laufbahn weiterführte, umfasst über 1000 Gemälde und Grafiken. Sie demonstrieren die Farbtheorie des Künstlers, die 1963 in „Interaction of Color“ (dt. „Wechselwirkung der Farbe“, 1965) veröffentlicht wurde. In „On the Way“ (NG 45/80) folgt die Komposition dem schlichtesten von vier Schemata. Immer befindet sich das kleinste Quadrat in der unteren Bildhälfte, in der horizontalen Mitte, und um dieses herum oder dahinter – je nach Wahrnehmung – sind zwei oder drei weitere Quadrate angeordnet, aber nie konzentrisch. Innerhalb eines Werkes wird keine Farbe für mehr als ein Quadrat verwendet. Der Abstand zwischen der unteren Seite der Quadrate und dem unteren Bildrand kann variieren. Als Serie strahlen die Bilder einen ruhigen Rhythmus aus; einzeln betrachtet, scheinen sie zur Meditation über Farbe einzuladen. „On the Way“ setzt auf Farbkontraste, während andere, wie etwa „Opens Outwards“ (NG 7/78), mit einem Verlauf der Intensität des Farbtons arbeiten. Albers’ Farbexperimente sind ergebnisoffen: Farben werden auf unterschiedliche Weise kombiniert, wobei es nicht um die Definition von Farben oder Gruppierungen geht, sondern um unendlich variierende Wahrnehmungen. Auf der Rückseite vieler Bilder hielt er fest, welche Farben er verwendet hatte, wie etwa „pure cadmium orange“, „yellow ochre bright“ und „cobalt green“ für „On the Way“. | Emily Joyce Evans

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Aufstehendes Pferd

Aufstehendes Pferd

Das ehemals im Besitz des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung in Berlin befindliche „Aufstehende Pferd“ aus lebhaft strukturiertem rot-schwarzen Lahnmarmor steht exemplarisch für Graevenitz’ Schaffen, dessen künstlerisch erfolgreichste Phase in die Zeit des Nationalsozialismus fiel. Ab 1937 leitete er die Bildhauerklasse sowie – mit einigen Unterbrechungen aus gesundheitlichen Gründen – vom selben Jahr bis 1945 die Kunstakademie in Stuttgart als Direktor. Beim vorliegenden Werk hat von Graevenitz offenbar das Zugleich von noch ruhendem Pferdekörper und sich bereits in Bewegung setzenden Vorderbeinen samt sich aufbäumendem Kopf bildhauerisch gereizt, variierte er das Thema doch mehrfach: so etwa in der monumentalen Travertinskulptur „Aufstehendes Pferd“ von 1934/1935 für den Garten des Robert-Bosch-Krankenhauses Stuttgart oder in seinem 1934 möglicherweise im Zusammenhang mit der Ausgestaltung des Berliner Olympiageländes entstandenen Entwurf „Pferd in Wellen“ (Verbleib unbekannt). Das heute als Dauerleihgabe in der Stiftung Fritz von Graevenitz in Solitude bei Stuttgart befindliche „Aufstehende Pferd“ aus dem Bestand der Nationalgalerie war von Graevenitz’ bildhauerischer Beitrag auf der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ 1937 im Münchner Haus der Deutschen Kunst; es wurde 1938 auch unter dem Titel „Leżący koń“ (Liegendes Pferd) auf der Propagandaschau „Deutsche Bildhauer der Gegenwart“ in Warschau und Krakau gezeigt. | Yvette Deseyve

Un-Quadrat rot

Un-Quadrat rot

„Das Schrägelement – der senkrecht und waagrecht beschnittene, schräge Balken – […] ist aus der Diagonalen im Quadrat gewonnen. Daher steht es den Grundlagen und dem Ausgangspunkt absoluter Malerei nahe“, heißt es in Stankowskis Buch „Bildpläne“ (Stuttgart 1979, S. 97). Ein von links unten aufsteigender Schrägbalken sei „Ausdruck von Energie und Antriebskraft“; eine Diagonale vermittele „Erregung, Bewegtheit, Rhythmik und ‚Sensation‘“, unabhängig von ihrer Richtung (S. 99). Der Künstler und Designer Stankowski beschäftigte sich zeitlebens so intensiv mit dem Schrägelement, dass die Form zu einer Art Markenzeichen seiner Kunst wurde – sowohl in freien Arbeiten als auch im Grafikdesign. Sein wohl bekanntester Schrägstrich ist Teil des quadratischen Logos für die Deutsche Bank, das 1973 entstand. Doch bereits zuvor war die Schräge das visuell am ausgiebigsten erforschte Element seines Schaffens – ob in experimentellen Fotografien, Werbecollagen, Funktionsgrafiken, Markendesigns oder freien künstlerischen Arbeiten. Mit „Un-Quadrat“ ließ Stankowski die Schräge zur Bildgestalt werden: Die Leinwand selbst hat als „shaped canvas“ („geformtes Bild“) die aufsteigende Schrägform angenommen. Die Dynamik des Aufstrebens wird durch den Neigungswinkel unterstützt: Statt eines optisch ruhigeren 45-Grad-Winkels, der Diagonale eines Quadrats, wurde hier ein Winkel mit energiegeladenen 55 Grad gewählt. Diesen Kniff hatte Stankowski bereits erfolgreich beim Deutsche-Bank-Logo eingesetzt (dort mit 53 Grad). Der Werktitel „Un-Quadrat“ verweist also einerseits auf die als Bildkörper ausgeformte Leinwand ohne klassische rechte Winkel, andererseits auf das dynamische Ausbrechen der Schräge aus der Quadratdiagonale. | Christina Thomson