Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1917
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Bildnis einer alten DameÜbersetzung: Portrait of an Old Lady
- Provenienz
- Kauf: Schlesisches Museum der bildenden Künste, Breslau,
1920 - vor 1953Volksrepublik Polen,
1953Freundschaftsgeschenk der Volksrepublik Polen an die Regierung der DDR,
1953Schenkung: Ministerium für Kultur der DDR, Berlin,
1953–1954 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 105 x 90 cm
- Erwerbung
- 1954 Überweisung des Ministeriums für Kultur als Teil des Freundschaftsgeschenks der Volksrepublik Polen an die DDR
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/966176
Objektbeschreibung
Das großformatige Ganzfigurenbildnis, das der Überlieferung nach eine Tante des Künstlers zeigt, war nach seiner ersten Ausstellung in der Freien Secession bald wieder in einer Einzelausstellung Röhrichts in der neu gegründeten Berliner Galerie Ferdinand Möller zu sehen. Mit dem dortigen Titel „Alte Dame im roten Stuhl“ ist bereits eine der drei Hauptfarben benannt, die Röhricht bei diesem Werk in lasierender, dünner Ölmalerei großflächig ausgebreitet hat. Die vornehme Dame in dunkelblauem Kleid sitzt vor einem türkisgrünen Hintergrund. Durch das Übereinanderlegen mehrerer Farbschichten hat Röhricht in jeder der Flächen vielfältige Farbschattierungen erzeugt, der Aquarellmalerei vergleichbar. In den folgenden Jahren arbeitete der Künstler ständig daran, diese Technik zu perfektionieren. Karl Scheffler, der schon die Ausstellung bei Möller besprochen hatte, resümierte später: „[…] er aquarelliert gewissermaßen auch mit Ölfarben“ (Karl Scheffler, [Berliner Ausstellungen], in: Kunst und Künstler, 29. Jg. [1931], S. 254). Ebenfalls 1917/1918 entstanden in verschiedenen Techniken Industrieansichten aus Oberschlesien, acht Lithografien verlegte Ferdinand Möller 1918 in der Mappe „Hüttenwerk“. 1920 erwarb das Schlesische Museum der bildenden Künste in Breslau das charakteristische Werk des aus dem nahen Liegnitz stammenden Künstlers. 1954 wurde es mit zahlreichen anderen Arbeiten deutscher Künstler von der Volksrepublik Polen der Regierung der DDR als „Freundschaftsgeschenk“ übereignet. | Angelika Wesenberg
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
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