Kopf Gerda
Ident. Nr.: B III 27
ObjID: obj:966184
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1936
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Kopf GerdaÜbersetzung: Bust of Gerda
- Material / Technik
- Bronze
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 32 x 16 x 22 cm (inkl. Sockel)
- Erwerbung
- 1966 Ankauf vom Künstler, Halle (Saale)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/966184
Objektbeschreibung
Drei Jahre hatte Geyer Bildhauerei bei Gustav Weidanz und Gerhard Marcks studiert, ehe Letzterer 1933 aus seinem Amt an der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein in Halle entlassen wurde. Fortan arbeitete Geyer als freischaffender Künstler. In den späten 1930er-Jahren fertigte er offenbar vornehmlich Porträts von Personen seines privaten Umfelds an, darunter Büsten des Vaters, der Mutter sowie von den jungen Frauen Gerda, Agnes und Sophia. Die Namen verweisen auf einen persönlichen Kontakt, ansonsten sind Geyers Bildnisse als „Knabenporträt“ oder „Kopf eines Arbeiterjungen“ bezeichnet. „Gerda“ ist weder zart noch filigran. Starke Linien wie jene der Augenbrauen, ausgearbeitet zu Bögen, welche sich am Haaransatz wiederholen, oder die gerade Nase prägen den Ausdruck. Die Haare an den Schläfen und die Stirn erscheinen wie schraffiert, als wären sie gezeichnet. Es ist ein zeichnerisch-plastischer Stil, in dem Geyer gearbeitet hat. Trotz der scharf geschnittenen Züge und der grafischen Wirkung wird das feine Empfinden für das Individuelle deutlich. Mit leicht gesenkten Lidern und nach innen gerichtetem Blick scheint „Gerda“ lächelnd einem Tagtraum nachzuhängen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft wirkte Geyer weiterhin als Bildhauer und wurde mit seinen typenhaften Porträts von Arbeitern und Darstellungen von Personen des öffentlichen Lebens zu einem anerkannten Künstler der DDR. | Johanna Yeats
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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nng@smb.spk-berlin.de