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Das Leben

Ident. Nr.: B III 11

ObjID: obj:966444

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Eugen Hoffmann (1892 - 1955),
Künstler*in
Datierung
1949
Weitere Titel
Sammlungstitel: Das Leben
Übersetzung: Life
Geografische Bezüge
Provenienz
im Besitz des Künstlers,
1950–1955
Nachlass/Vermächtnis: Rose Hoffmann, Dresden,
1955–1963
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 38,5 x 25 x 27 cm
Erwerbung
1963 Ankauf von der Witwe des Künstlers, Dresden

Objektbeschreibung

1946 kehrte Hoffmann aus dem britischen Exil nach Deutschland zurück und ließ sich in Dresden nieder, wo er von 1918 bis 1923 studiert hatte und 1947 eine Professur an der Akademie für Bildende Künstler annahm. Sein Kopf „Das Leben“ wurde 1949 in der Gipsfassung auf der „Zweiten Deutschen Kunstausstellung“ gezeigt. Mit ihren geschlossenen Augen, dem Lächeln und dem leichten Doppelkinn macht die anonyme, durchaus idealisiert dargestellte Frau einen zufriedenen und friedlichen Eindruck. Ihr breites Gesicht und die leicht abgeflachten Wangen lassen sie asiatisch erscheinen. Was Hoffmann damit oder mit der im Gesicht ähnlichen „Partisanin“ (B III 10) zum Ausdruck bringen wollte, ist nicht bekannt. Die Büste strahlt den Optimismus aus, der in der neuen Kunst der DDR offiziell gefordert wurde und die Propaganda stützen sollte. 25 Jahre nach Kriegsende wurde Hoffmanns Frauenporträt in der Bildhauerei-Sektion der Ausstellung „Auferstanden aus Ruinen“ gezeigt und stand dort für „Schönheit und Harmonie“ in der Zeit seit 1945 (Hans Ebert, „Zur Einführung“, in: Ausst.-Kat. Berlin [Ost], 1970, S. 8). | Emily Joyce Evans

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Un-Quadrat rot

Un-Quadrat rot

„Das Schrägelement – der senkrecht und waagrecht beschnittene, schräge Balken – […] ist aus der Diagonalen im Quadrat gewonnen. Daher steht es den Grundlagen und dem Ausgangspunkt absoluter Malerei nahe“, heißt es in Stankowskis Buch „Bildpläne“ (Stuttgart 1979, S. 97). Ein von links unten aufsteigender Schrägbalken sei „Ausdruck von Energie und Antriebskraft“; eine Diagonale vermittele „Erregung, Bewegtheit, Rhythmik und ‚Sensation‘“, unabhängig von ihrer Richtung (S. 99). Der Künstler und Designer Stankowski beschäftigte sich zeitlebens so intensiv mit dem Schrägelement, dass die Form zu einer Art Markenzeichen seiner Kunst wurde – sowohl in freien Arbeiten als auch im Grafikdesign. Sein wohl bekanntester Schrägstrich ist Teil des quadratischen Logos für die Deutsche Bank, das 1973 entstand. Doch bereits zuvor war die Schräge das visuell am ausgiebigsten erforschte Element seines Schaffens – ob in experimentellen Fotografien, Werbecollagen, Funktionsgrafiken, Markendesigns oder freien künstlerischen Arbeiten. Mit „Un-Quadrat“ ließ Stankowski die Schräge zur Bildgestalt werden: Die Leinwand selbst hat als „shaped canvas“ („geformtes Bild“) die aufsteigende Schrägform angenommen. Die Dynamik des Aufstrebens wird durch den Neigungswinkel unterstützt: Statt eines optisch ruhigeren 45-Grad-Winkels, der Diagonale eines Quadrats, wurde hier ein Winkel mit energiegeladenen 55 Grad gewählt. Diesen Kniff hatte Stankowski bereits erfolgreich beim Deutsche-Bank-Logo eingesetzt (dort mit 53 Grad). Der Werktitel „Un-Quadrat“ verweist also einerseits auf die als Bildkörper ausgeformte Leinwand ohne klassische rechte Winkel, andererseits auf das dynamische Ausbrechen der Schräge aus der Quadratdiagonale. | Christina Thomson