IKB 49
Ident. Nr.: B 1084
ObjID: obj:966485
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1960
- Material / Technik
- Pigment und Polyvinylacetat Rhodopas auf Leinwand auf Sperrholz
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 194,5 x 140 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/966485
Objektbeschreibung
Das monochrom blaue Gemälde „IKB 49“ gehört zu einer Serie von 194 Werken, die Klein zwischen 1957 und 1962 – in seiner „blauen Epoche“, wie er sie nannte – schuf. Die Werke, die von kleinen Formaten bis zu monumentalen Bildtafeln reichen, eint das charakteristische International Klein Blue (IKB). Dieses intensive, leuchtende Ultramarinblau entwickelte Klein gemeinsam mit dem Pariser Chemiker Edouard Adam zwischen 1955 und 1956 und ließ es 1960 patentieren. Dies weniger aus wirtschaftlichen Gründen als um das zu bewahren, was er die Authentizität der reinen Idee nannte. Durch die Verwendung von Rhodopas, einem synthetischen Harz, das in verdünnter Form als Bindemittel dient, gelang es, die Leuchtkraft der Pigmente zu bewahren und gleichzeitig für Haftung auf der Oberfläche zu sorgen. Klein trug die Farbe gleichmäßig mit einer Rolle auf und achtete darauf, dass auch die Bildränder vollständig bedeckt waren, sodass der Bildträger unsichtbar blieb. Dabei verzichtete er auf Pinselspuren, um die Farbe, die weder matt noch glänzend erscheint, als reine, unberührte Präsenz wirken zu lassen. Für den in Nizza geborenen Klein war Blau nicht nur eine Farbe, sondern ein Medium, um das Immaterielle, das Unendliche und das Spirituelle erfahrbar zu machen. Er betrachtete seine blauen Bilder als Manifestationen purer beziehungsweise poetischer Energie und Tiefe. Sich selbst sah er nicht als abstrakten Maler, sondern als realistischen Künstler, der Raum und Seele direkt abbildet. | Catherine Nichols
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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Neue Nationalgalerie
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nng@smb.spk-berlin.de