Skulptur für Montreal
Ident. Nr.: B 902
ObjID: obj:966954
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1966
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Skulptur für MontrealÜbersetzung: Sculpture for Montreal
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Chromnickelstahl, getönt
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 47 x 90 x 90 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/966954
Objektbeschreibung
1965 begann Uhlmann mit seinem ersten „Labyrinth“ eine Werkreihe, die durch ineinander verschränkte oder gegeneinander verschobene Flächen als zentrales Kompositionselement charakterisiert ist. In die Hauptelemente waren wiederum Kammern eingeschnitten, welche die in der Verschiebung der Flächen entstandenen Hohlräume durchbrechen. 1966 entstand mit der „Skulptur für Montreal“ eine Variation des Labyrinth-Themas, die sich in der Vertikale entfaltete. Drei schwarze, gegeneinander versetzt angeordnete Rechtecke umschließen einen dreieckigen Hohlraum und sind miteinander durch silberne Kammern in der Mitte verbunden. Der Titel verweist aller Wahrscheinlichkeit nach auf einen bevorstehenden Ausstellungszweck: Im Folgejahr, 1967, richtete das Montreal Museum of Fine Arts mit Unterstützung des West-Berliner Senats die Gruppenausstellung „20th-Century Art in Berlin“ aus. Allerdings entschloss sich Uhlmann letztlich, das Werk nicht nach Kanada zu entleihen, sondern stattdessen ein zwei Meter hohes Modell seiner fast 20 Meter hohen Skulptur vor der Deutschen Oper in West-Berlin zu schicken. Dem Leitthema der gleichzeitig in Kanada stattfindenden Weltausstellung – Leichtbaukonstruktionen, neue Raumstrukturen und Visionen der Weltraumfahrt – schien das eingereichte Modell dem Künstler wohl eher gerecht zu werden als das kompakte Labyrinth-Motiv. | Dorothea Schöne
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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